„Man lebt bei uns sehr sicher“

V.l.: Andreas Strauch, Marco Brunotte, Michael H. Höntsch, Amtsgerichtsdirektor Dr. Michael Siebrecht und Axel Düker. (Foto: Hans Hermann Schröder)

SPD-Politiker besuchten Amtsgericht Burgwedel

GROSSBURGWEDEL (hhs). Frühen Besuch bekam gestern das Amtsgericht Burgwedel. Die SPD-Politiker Marco Brunotte und Michael H. Höntsch, beide Mitglied des Niedersächsischen Landtags, und Andreas Strauch, Mitglied der Regionsversammlung und Bürgermeister Axel Düker hatten sich zum Informationsbesuch angesagt. Dr. Michael Siebrecht, der Direktor des Amtsgerichts, stand ihnen Rede und Antwort.
Die personelle Ausstattung mancher Amtsgerichte stoße manchmal an ihre Grenzen. Das Amtsgericht in Burgwedel habe z. B. im Bereich der Wachmeisterei einen Engpass, weil ein Teammitglied längerfristig krank sei und die anderen drei Wachtmeister nun für vier arbeiten müssten. Auch in den übrigen Geschäftsbereichen des Gerichts könne er nicht auf 100 % Personalstärke zurückgreifen. „Da gilt es, die Not so zu verteilen, dass es für alle Mitarbeiter zu einer Gleichbelastung kommt“, so Dr. Siebrecht.
80.000 Bürger in den Kommunen Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen und Wedemark habe das Amtsgericht zu betreuen. Im Bereich des Strafrechts sei es niedersachsenweit der Amtsgerichtsbezirk mit den wenigsten Straftaten: „Man lebt bei uns sehr sicher“, schmunzelte Siebrecht.
Baumaßnahmen an den Gebäuden seien gegenwärtig nicht geplant. „Wir werden weiter an der Barrierefreiheit arbeiten“, so Siebrecht. In diesem Bereich werde es noch einige Veränderungen geben. Sonst sei der bauliche Zustand nach der Renovierung Anfang der neunziger Jahre gut.
Die meiste Arbeit falle in den Bereichen Zivil- und Familienrecht, Nachlassregelungen, Grundbuchangelegenheiten und Betreuungsrecht an. Als Ursache dafür vermutete Dr. Michael Siebrecht die soziale Struktur der Bevölkerung in den vier Kommunen: „Wir haben in diesen Bereichen viele Verfahren, weil die Menschen hier viel Geld besitzen. Das bedeutet für uns weniger Straftaten. In allen anderen Bereichen aber Mehrarbeit, weil es meistens um sehr viel Geld geht“.