Magere Beteiligung am Frühjahrsputz in Wettmar

Unappetitliche Aufgabe: (v.l.) Kai, Hella und Frank Seegers entsorgen tote Fische aus einem Busch. Foto: Sina Balkau (Foto: Sina Balkau)

20 Säcke voll: Plastik, Flaschen, Reifen und sogar tote Fische

WETTMAR (sib). Im März ist es in Burgwedels Ortschaften traditionell Zeit für einen ausgiebigen Frühjahrsputz. So versammelte sich am Sonntag auch in Wettmar eine kleine Gruppe Fleißiger, die dem Ruf des Heimatvereins und des Ortsrates gefolgt waren. Bewaffnet mit unzähligen roten Müllsäcken zogen die zwölf Müllsammler los, um den Außenbereich ihres Dorfs von Unrat zu befreien. Dabei waren wieder einmal kuriose Funde zu verzeichnen, wie zum Beispiel tote Fische.
Bürgermeister Rainer Fredermann befürchtete schon, der diesjährige Frühjahrsputz müsste ausfallen: Außer ihm warteten zum vereinbarten Termin nur noch zwei weitere Müllsammler an der Heimatdiele. Dabei standen Gerhard Brenneke, Vorsitzender des Heimatvereins, und acht weitere Wettmarer nur einige hundert Meter weiter am Dorfgemeinschaftshaus. Doch schnell klärte sich das Missverständnis auf und die Suche nach dem Müll konnte begonnen werden.
Die Sammelaktion konzentrierte sich auf den Außenbereich der Ortschaft, deshalb kümmerten sich die Müllsammler hauptsächlich um die Ränder der Kreisstraßen und die Feldmark. Nach etwa zwei Stunden trafen sich alle wieder am Dorfplatz. Das Ergebnis der Aktion: 20 große Säcke, vorwiegend mit Verpackungsmaterialien gefüllt, dazu ein Maurerkübel voll mit Flaschen sowie Reifen und Batterien. Familie Seegers, die geschlossen zum Sammeln angetreten war, hatte sogar fünf tote Fische in einem Busch gefunden. „Die sind mir schon bei einem Spaziergang mit unserem Hund aufgefallen“, erzählte Hella Seegers, die gemeinsam mit ihrem Mann Frank jedes Jahr an der Aktion teilnimmt.
Gerhard Brenneke, Initiator des Müllsammelns, war einigermaßen zufrieden mit der Beteiligung – auch wenn sich alle Teilnehmer einig waren, dass diese bei 4.500 Einwohnern ruhig etwas größer ausfallen könnte. „Sicherlich hat aber auch das Wetter dazu beigetragen, allerdings ist es fast schon Tradition, dass es an diesem Termin regnet“, so Brenneke. Noch einmal verschoben werden konnte der Termin jedoch nicht: Eigentlich hätte schon am vergangenen Wochenende gesammelt werden sollen, was aufgrund des erneuten Schneefalls dann aber nicht möglich war. Deshalb stand dieses Mal auch nicht wie sonst ein Container zur Verfügung und die Müllsammler mussten mit den roten Säcken vorlieb nehmen, die nun von der aha abgeholt werden.