Literaturgottesdienst zur Novelle „Lea“

Mit der Violinistin Ekaterina Kushvid-Heckmair

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Zum 6. Literaturgottesdienst lädt die St. Petri-Kirchengemeinde am kommenden Sonntag, dem 1. Juli, um 10.00 Uhr in die Kirche ein.
„Wir haben uns in mehreren Gesprächsrunden dieser Vater-Tochter-Geschichte genähert. Es ist dramatisch, wie unfähig Lea und ihr Vater Martijn sind, über das, was wirklich wichtig ist, zu sprechen“, sagt Pastorin Bodil Reller. „Die Novelle Lea von dem Schweizer Pascal Mercier ist die Geschichte von zwei Menschen, die nicht zueinander kommen können.“
Das Leben der beiden gerät deutlich aus dem Lot, als die Ehefrau und Mutter der achtjährigen Lea stirbt. Erst durch das Geigenspiel kann sich Lea aus ihrer Erstarrung der Trauer lösen. Die Partita in E-Dur von Johann Sebastian Bach ist der Auslöser einer großen Karriere, die aber nicht dazu führt, dass Vater und Tochter miteinander ehrlich sprechen lernen. Sprachlosigkeit zwischen den beiden ist die Dramatik der Novelle.
Pastorin Bodil Reller und Pastor i.R. Seifert haben diesen Gottesdienst mit einem Vorbereitungskreis geplant und werden Passagen aus der Novelle mit biblischen Texten ins Gespräch bringen. Ekaterina Kushvid-Heckmair, 1. Violine der Nordwestdeutschen Philarmonie, wird Teile der Partita in E-Dur im Gottesdienst spielen.