Lions Club übergab Spende an den Hospizdienst

Freude über die gut angelegte Spende (v.l.): Nicole Friederichsen mit dem neuen Beamer, Ute Rodehorst und die Lions Günter Kobbe und Michael Baumgartner. (Foto: Hans Hermann Schröder)

2.300 Euro mit Glühwein und Krustenbraten erwirtschaftet

GROSSBURGWEDEL (hhs). „Der Ambulante Hospizdienst erhält die 2.300 Euro vom Lions Club Isernhagen und Burgwedel, weil wir die schwierige Tätigkeit der ehrenamtlichen Sterbebegleiter sehr schätzen“, begründete der Vorsitzende der Lions Günter Kobbe die stattliche finanzielle Unterstützung bei deren Übergabe am Freitag.
Es sei Ziel der Lions, in möglichst vielen Bereichen Gutes zu tun. Bereits zum zweiten Mal unterstützen die Lions den Hospizdienst und wie schon beim ersten Mal stammt das Geld vom Weihnachtsmarkt in Großburgwedel.
Es ist Tradition bei den Lions, am Großburgwedeler Weihnachtsmarkt teilzunehmen und die Erlöse aus Getränke- und Speisenverkauf dann später zu spenden. Beim letzten Weihnachtsmarkt sei der Umsatz allerdings etwas zurückgeblieben, schmunzelte Michael Baumgartner, der als erster der Lions Produktion und Verkauf von leckerem Glühwein übernommen hatte.
Er sei erst einmal losgefahren, um nachzuschauen, ob die Marktbude überhaupt noch an ihrem Platz stand. In der Nacht zuvor habe der Orkan Xaver gewütet. Aber unsere Bude und alle anderen auch befanden sich noch an ihrem Platz, also begannen wir mit dem Verkauf“, freute sich Baumgartner.
Es seien zwar weitaus weniger Marktbesucher im Laufe des Freitags, des ersten Markttages gekommen als in anderen Jahren, aber es hätten sich viele Mitglieder des Lions Club Isernhagen und Burgwedel eingefunden, „wohl eher aus Neugier, ob wir das trotz des Sturm hinkriegen würden“. Dann habe auch der Umsatz einigermaßen gestimmt.
„500 Euro am ersten Tag waren im Vergleich zu den Vorjahren etwas wenig, gehen aber angesichts der Witterung vollkommen in Ordnung“. 27 Mitglieder hätten in drei Schichten Standdienst geschoben. An den beiden anderen Weihnachtsmarkttagen seien die Geschäfte besser gelaufen. Das habe aber auch an dem Krustenbraten gelegen, der aus der Küche des Hotels Kokenhof stamme und in Brötchen des Naturbackhauses sehr begehrt bei den Marktbesuchern gewesen sei.
Allerdings ärgerten sich die Lions über die vielen Gebühren und Abgaben, die die Region Hannover dafür kassiere, dass man als gemeinnützige Organisation an einem Weihnachtsmarkt teilnehmen möchte. Man frage sich immer noch, wofür die polizeilichen Führungszeugnisse, die gefordert waren, unbedingt notwendig sind. Die Lions hätten deswegen die Restsumme von 1.873 Euro auf 2.300 Euro aufgestockt.
Die beiden Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes, Ute Rodehorst und Nicole Friederichsen bedankten sich für die Spende. Sie hätten in den vergangenen Monaten immer wieder einen Beamer gut gebrauchen können, wenn sie Beratungen vornehmen würden oder in den drei Kommunen Burgwedel, Isernhagen und Wedemark auf Veranstaltungen von ihrer Arbeit berichten würden.
Als der Lions Club die Spende angekündigte, hatten sie sich sogleich um Laptop und Beamer gekümmert, und wie es der Zufall wollte, war das neue Equipment am Tag vor der Spendenübergabe eingetroffen.
Die Bilanz des Hospizdienst ist beeindruckend: 39 ehrenamtliche Sterbebegleiter, davon sechs Männer, stehen zur Verfügung. In 2012 seien 40 Sterbebegleitungen abgeschlossen worden. 80% dieser Betreuten seien zu Hause verstorben. Es habe zusätzlich 90 Beratungen gegeben, eine Steigerung um 30%.