Leibniz-JuniorLab machte Station an Fuhrberger Grundschule

Melf Schultz (hinten rechts) und Marcel Limburg waren erstaunt, dass die Viertklässler viele namhafte Wissenschaftler kannten, nur „Daniel Düsentrieb“ nicht. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Ein gelungenes Experiment. Mit ganz einfachen Mitteln lernten die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der Farbenlehre. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Universität will Grundschüler für Technik begeistern

FUHRBERG (hhs). Die vierte Klasse der Maria-Sibylla-Merian Grundschule in Fuhrberg hat am Mittwoch dieser Woche einen interessanten Vormittag erlebt. Die Jungen und Mädchen hatten Besuch von zwei Mitarbeitern der Leibniz-Universität Hannover.
Die Universität betreibt seit vielen Jahren das „Leibniz-JuniorLab“ und besucht Grundschulen in der Stadt und Region Hannover. Man will die Kinder mit dem JuniorLab für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Zwei Besucher kommen in den Unterricht, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität und eine wissenschaftliche Hilfskraft. Am Mittwoch waren Melf Schultz und Marcel Limburg nach Fuhrberg gekommen.
Die beiden Wissenschaftler stellten sich kurz vor und sie zeigten den Kindern Bilder von bekannten Wissenschaftlern und Forschern. Albert Einstein erkannten die Schülerinnen und Schüler, Alfred Nobel, wenn auch mit Hilfe. Schwierig war es mit Marie Curie, deren „Name sich ein bisschen wie ein indisches Gewürz anhört“. Gottfried Wilhelm Leibniz, den Namensgeber der Universität kannten die Kinder nicht. Daniel Düsentrieb teilte dieses Schicksal mit Leibniz.
Dann kam die Frage, die das Eis zwischen den Kindern und den Wissenschaftlern endgültig zum Schmelzen brachte: „Was möchtet Ihr erfinden?“ Darauf sprudelte es nur so aus ihnen heraus: Riesenachterbahn, automatisches Holzpferd, ein Pferd aus Stroh, fliegendes Sofa und Teppich, fliegendes Auto, Zeitmaschine, elektrischer Hund, ein Raumschiff und Heilmittel.
Auf die Frage, was in dem fliegenden Auto alles vorhanden sein sollte, ging es lustig weiter: Es soll unter Wasser fahren können, immer Süßigkeiten bieten, eine automatische Küche haben, eine Lackierung, die sich nach Stimmungen verändert, einen Eisautomat und natürlich einen Autopiloten.
Das war dann auch genug der Ideen. Nun wollten die beiden Wissenschaftler wissen, wie man denn eine dieser vielen Erfindungen vom Anfang bis Ende machen kann. Keine einfache Aufgabe, aber die Kinder fanden schnell den richtigen Weg: Man beginnt mit einer Vermutung, Planung oder einer Hypothese.
Im zweiten Schritt folgt ein Experiment, das im dritten Schritt beobachtet wird. Im vierten und letzten Schritt hat man dann das Ergebnis, den Beweis.
Und nach diesen vier Schritten führten nun alle ein einfaches Experiment durch. Die Vermutung lautete, dass Farben sich verändern, wenn man sie vermischt. Für das Experiment hatten die Uni-Mitarbeiter Filterpapier mitgebracht, in dessen Mitte ein großes Loch war.
Die Kinder sollten nun mit etwas Abstand zu dem Loch mit Filzstiften einen Kreis in unterschiedlichen Farben malen. In das Loch steckten sie dann einfaches Küchenpapier, das dann auf ein Gefäß mit Wasser gelegt wurde. Das Küchenpapier wirkte wie ein Docht, das Wasser stieg bis in das Filterpapier und vermischte die Farben.
Die Kinder hatten genau beobachtet: Aus den Farben Rot, Gelb und Blau entstehen andere Farben, wenn man sie miteinander vermischt. Aus Rot und Blau wird Lila, aus Blau und Gelb wird Grün und aus Gelb und Rot wird Orange. Mischt man alle drei Farben miteinander, entsteht Schwarz. Ein gelungenes Experiment, dass die vierte Klasse spielerisch an die Grundlagen der Farblehre heranführte.