Laternenumzug mit dem Feuerwehrmusikzug in Engensen

Fast ganz Engensen nahm am traditionellen Laternenumzug teil. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kaum ein Engenser bleib an diesem Abend zu Hause

ENGENSEN (hhs). „Laterne laufen“ sei ein herbstlicher Brauch, bei dem Kinder nach Einbrechen der Dunkelheit singend mit einer Laterne von Haus zu Haus ziehen oder an einem Laternenumzug durch die Straßen teilnehmen. Er stehe in Zusammenhang mit dem Brauchtum um den Martinstag am 11. November. So oder ähnlich beginnen viele Definitionen rund um den Begriff „Laternenumzug“. Meistens am Ende dieser Beschreibungen findet sich dann noch eine Einschränkung wie: „Laternenumzüge finden auch unabhängig vom Martinstag statt“, in einigen Regionen gleich mehrmals, von kleinen Gruppen aus Kindergärten, bis zu organisierten Großereignissen, die von Spielmannszügen und Kapellen begleitet werden.
So ein Ereignis nahm am Freitag vergangener Woche in der Ortschaft Engensen seinen Lauf. Ein paar hundert große und kleine Engenser trafen sich gegen 19.00 Uhr auf dem Dorfplatz beim Feuerwehrhaus, um zu den Klängen des Feuerwehrmusikzugs am Laternenumzug teil zu nehmen. Der Platz, einer der hübschesten in der Stadt Burgwedel, war schwarz von Menschen. Es war wie in den Vorjahren auch, die Kinder quengelten, wann es endlich losgehen würde, die Erwachsenen, die hier natürlich eine ganze Menge Freunde, Bekannte und Nachbarn trafen, hielten sich erst einmal ausgiebig beim Klönen auf. Verständlich, denn es musste noch ein wenige dunkler werden.
Dann ging alles sehr schnell, plötzlich schimmerte der Platz im Schein der flackernden Fackeln der Jugendwehr, dann stellte sich der Feuerwehrmusikzug in Formation zwischen die Fackelträger und Ortsbrandmeister Uwe Balke und sein Stellvertreter Thorsten Hillmann übernahmen die Spitze des Umzugs und schon erklang die bekannteste Melodie in Sachen Laternenumzug: „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne...“ aus einigen hundert Kehlen. Schnell war der Zug zwischen den Höfen verschwunden, aber man hörte sie noch alle kräftig singen in der Dunkelheit. „...brenne aus mein Licht, brenne aus mein Licht, aber nur meine schöne Laterne nicht“.