Landfrauen Burgwedel bestätigen ihren Vereinsvorstand

Der wiedergewählte Vorstand des Landfrauenvereins mit Astrid Engelke (v.l:), Gerli Trumpa, Ursula Braeske, Christiane Guderian und Astrid Krüger. (Foto: Renate Tiffe)
 
Egbert Trowe aus Großburgwedel (rechts) gab eine Einführung in die Thematik von Organtransplantationen. (Foto: Renate Tiffe)

Ein Beitrag von Renate Tiffe - Jahreshauptversammlung mit dem Thema Organspende

NEUWARMBÜCHEN/BURGWEDEL (ti). 291 zahlende Mitglieder gehören dem Landfrauen-Verein Burgwedel an - ein großer und starker Frauenverband, der im Leben von Stadt und Gemeinde stets zur Stelle ist, wenn Frauen gefragt sind. Bei der Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Saal der Neuwarmbüchener Gaststätte Lahmann haben 85 anwesende Mitglieder ihren vorherigen Vorstand neu bestätigt.
Alle Wahlen erfolgten einstimmig bis auf die Enthaltungen der Kandidatinnen. Vier Jahre im Amt als erste Vorsitzende ist jetzt Christiane Guderian. Die Engenserin stellte sich zur Wiederwahl. Sie erfuhr viel Zuspruch von der Versammlung.
Ihr zur Seite stehen als Stellvertreterinnen Ursula Krüger aus Neuwarmbüchen, die bereits im vergangenen Jahr wiedergewählt worden war, und Gerli Trumpa aus Oldhorst, „unsere Frau für alle Fälle“, wie sie die Vorsitzende anerkennend nannte. Neu gewählt als Kassenführerin wurde Ursula Braeske aus Thönse, bereits im Amt als Schriftführerin war die Engenserin Astrid Engelke.
Der Verein zeigt sich gut organisiert. Auffallend ist die konsequente Delegation von Aufgaben, auch unter Einbeziehung der Ortsvertrauensfrauen, von denen es insgesamt zwanzig gibt. Auf diese Weise ist Vereinsführung auch für jüngere Frauen möglich, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen. Die vierjährige Amtszeit trägt ein übriges zur Stabilisierung bei. Auffallend ist auch die angeregte Stimmung und die hohe Zahl von Teilnehmerinnen bei den jeweiligen Veranstaltungen.
Davon gab es im vergangenen Jahr nicht zu wenig, wie Astrid Engelke berichtete. Thematisch breit gestreut waren die Vorträge, die von der Wasserwirtschaft bis zum Alltag der Kulturen reichten. Einen großen Anteil haben in jedem Jahr die Reisen und Tagesfahrten. Versteht sich, dass auch die Kasse mit einem ausreichenden Guthaben stimmt, obwohl im vergangenen Jahr eine größere Investition getätigt worden war. 1.900 Euro wurden für eine mobile Lautsprecheranlage ausgegeben, die auch funktionierte (was längst nicht überall der Fall ist).
Thema des Referats bei der Jahreshauptversammlung war diesmal die Organtransplantation. Egbert Trowe aus Großburgwedel hatte sich vor zwölf Jahren einer Lebertransplantation unterzogen. Er konnte aus eigener Erfahrung berichten, gab aber auch eine Einführung in die Grundlagen der ebenso wichtigen wie fazettenreichen Thematik.
Nach dem Göttinger Skandal von 2012 habe sich die Lage bei den zur Verfügung stehenden Organen wieder leicht gebessert, meinte er. Dennoch werden in anderen europäischen Ländern mehr Operationen dieser Art durchgeführt, beispielsweise in Spanien dreimal soviel wie in Deutschland.
Niemand habe Einfluss auf die Zuordnung der Spenderorgane, die anonym von Eurotransplant vergeben werden. Auch für Privatpatienten gebe es keine Ausnahmen.
Was viele der Zuhörerinnen nicht wussten, war, dass es praktisch kein Höchstalter für eine Organspende gibt. Der älteste Spender soll über 80 Jahre alt gewesen sein. Eindrucksvoll war zum Schluss das Foto vom Verein der Lebertransplantierten, jeder/jede vor sich ein Schild mit der Anzahl der Lebensjahre, die ihm/ihr durch eine Transplantation geschenkt worden sind. Eine 24 war in der Mitte zu sehen.
Trowe warb für den Erwerb eines Organspendeausweises. Jeder müsse für sich selbst entscheiden. In seiner April-Versammlung wird sich der Landfrauenverein noch einmal mit ethischen, kulturellen und theologischen Aspekten bei der Organspende auseinandersetzen.