Kunstverein lädt zur Vernissage in das Rathaus Burgwedel

„Umwege“, eines der Fichtennadel-Objekt der Künstlerin Katja Wunderling. (Foto: Katja Wunderling)

„Schwarze Löcher“ der Künstlerin Katja Wunderling

BURGWEDEL (r/bs). Zur ersten Vernissage des Jahres lädt der Kunstverein Burgwedel-Isernhagen am Samstag, 4. Februar, um 18.00 Uhr in das Rathaus Burgwedel, Fuhrberger Straße 4 in Großburgwedel, ein.
Präsentiert wird die Ausstellung „Scharze Löcher“, Positionen textiler Natur- und Objektkunst, der Nürnberger Künstlerin Katja Wunderling. In ihren Arbeiten mischt Wunderling tradierte europäische Kunstgeschichte mit Anregungen aus fernöstlichen Kulturkreisen und entwickelt spannende Kraftfelder zwischen Natur und Kunst sowie Geist und Materie.
Ausgangsmaterialen sind „Fundstücke“ aus der Natur, die durch Strukturierung, Neuanordnung von ihren alten Strukturen befreit eine völlig neue Betrachtungsweise ermöglichen. Die Assemblagen werden zu Installationen und Inszenierungen vergänglicher Materialeien losgelöst vom Ursprung.
Wunderlings Werke sind reine Materialarbeiten, die in ihrer formalen Gestaltung auf das verwendete Ausgangsmaterial reagieren. Die Samen der wilden Clematis zum Beispiel formulieren Wege, Bahnen, Schlaufen und Kreise. Sie verdichten sich zu dreieckigen Körpern, regelrechten Samenbergen. Mit der Pinzette werden die kleinen, feinen Samen in akribischer Arbeit zu regelrechten Teppichen angeordnet. So entstehen Zeichnungen aus organischem Material.
Die Virtuosität im Umgang mit diesen filigranen Stoffen zeigt sich auch in Katja Wunderlings Fichtennadel-Objekten („Umwege“, 2005, „Schwarze Löcher“). Auf schwarzem Grund sind zahllose Nadeln exakt aneinandergelegt und bilden in ihrer Fülle ein stoffliches, kissenartiges Gebilde, das beinahe wie gewebt erscheint. Im wechselnden Rhythmus der Nadelanordnungen entsteht eine pulsierende Wirkung.