Kunsthandwerker dominieren auf dem „Mus-Markt“

Trödelmarkt mit Steintöpfen, Schüsseln und Sauerkrauttöpfen. (Foto: Renate Tiffe)
 
Stände mit Schmuck und „Traumdüften“, mit Textilem und Wärmendem für den Winter in Form von Schals und Socken. (Foto: Renate Tiffe)

Herbstangebote für Küche und Keller waren Mangelware

ISERNHAGEN FB (ti). Zum siebten Mal fand der Mus-Markt im Isernhagenhof statt – mit mehr Seh-Publikum als im vergangenen Jahr, aber mit weniger Ausstellern. Vor allem waren es die Stände mit dem typischen Herbstangebot für Küche und Keller, die fehlten. Dafür breiteten sich mehr und mehr die Kunsthandwerker aus. Nicht unbedingt das, was einmal den Charakter dieses Marktes ausmachen sollte. Ein neues Konzept muss also her.
Nichts also von Wildspezialitäten und Federweißem, von Apfelsorten und historischen Obstgehölzen. Auch die Gastronomie erschien verringert. Das Gasthaus Hennies war nicht mehr vertreten, offenbar weil der geringe Umsatz im vergangenen Jahr den Aufwand nicht mehr lohnte.
Dennoch: diejenigen, die die Idee des Mus-Markt aufrecht erhalten wollten, zeigten sich gut aufgestellt. Allen voran das Café Rautenkranz mit seiner kulinarischen Auswahl, das sich auf der Bühne in der Scheune etabliert hatte. Es hatte sich schnell herumgesprochen, wie delikat die Kürbissuppe war. Die Gäste an den Tischen konnten mit den Speisen von oben zugleich den Blick auf das Marktgeschehen genießen.
Auch Gerd Meister von der Antik- und Trödelscheune hatte sich alle Mühe gegeben, seine Auslage „themenbezogen“ auszurichten. Zu sehen waren Steintöpfe und Schüsseln und Kruken, Sauerkrauttöpfe und das obligate Butterfass mit Buttermodeln. Das Angebot an Marmeladen und Gelees konnte sich sehen – und kosten - lassen. Aus eigener Herstellung hielt Gerhard Tenne aus FB eine ansehnliche Auswahl bereit, darauf Wert legend, dass „wo Brombeere draufsteht, muss man auch Brombeere schmecken“. Wolfgang Buck, der Marmeladeur aus Wunstorf, Daueraussteller beim Mus-Markt mit vielen Stammkäufern, vertritt die andere Richtung mit den kreativen Gewürzkompositionen.
Vermisst wurde der Stand des Wöhler-Dusche-Museumshofes, an dem es immer um frühere Küchentechniken ging, und wo den Frauen „beim Schnippeln zugeguckt werden konnte. Vermisst wurde auch die „Senffrau“ mit ihren Spezialitäten. Gut vertreten war der Imkerverein Burgwedel-Isernhagen mit seinem Stand direkt vor der Bühne. Zu probieren waren Liqueure und Destillate einer Liqueur Manufaktur aus Barsinghausen. Das Weinkontor aus Wietzendorf war da. Draußen vor der Scheune hatten sich Pizza Mario, und Oliven-Uli, der Tiroler Bauernstadel und die „Würzfee“ mit Streuwürzen und Gemüsebrühen niedergelassen.
Das Übrige waren Stände mit Schmuck und „Traumdüften“, mit Textilem und Wärmendem für den Winter in Form von Schals und Socken. Bereits zum siebten Mal war Erika Kautz aus Celle mit ihren kreativen Kopfbedeckungen da. - Der erste Adventsschmuck wurde schon präsentiert. Die Bürgerstiftung zeigte sich zufrieden mit dem Verkauf ihrer schönen Advents-Loskalender.
Fast allgegenwärtig auf dem Mus-Markt waren am Sonntag die Vorstandsmitglieder des Kulturvereins Isernhagenhof. Ihnen ist bewusst, dass etwas geschehen muss, wenn der Markt Bestand haben soll. „Wir arbeiten an einem neuen Konzept“ sagte Wolfgang Dorn. Danach soll zu jeder der vier Jahreszeiten ein eigener Markt stattfinden. Mit dem Spargelmarkt sei man bereits auf einem guten Weg.