KunstFahrt zur NordArt

ISERNHAGEN/BURGWEDEL (r/bs). Der kunstverein burgwedel-isernhagen artclub organisiert am Donnerstag, 21. Juni, ein Fahrt zur NordArt, die in diesem Jahr Jubiläum feiert. Zum 20. Mal präsentiert die Ausstellung im Kunstwerk Carlshütte Bilder und Skulpturen, Fotografien und Installationen von 200 ausgewählten Künstlern aus aller Welt.
Die NordArt ist eine der größten jährlichen Schauen zeitgenössischer Kunst in Europa, die von Chefkurator Wolfgang Gramm als Gesamtkunstwerk konzipiert wird und mit der historischen Eisengießerei und dem weitläufigen alten Parkgelände über eine unvergleichliche Spielstätte verfügt.
Mehr als 3000 Künstler aus 105 Ländern hatten sich in diesem Jahr um eine Teilnahme beworben.
Die Ausstellung lebt von den unterschiedlichen Perspektiven einzelner Kulturen, macht aber auch deutlich, dass Ost und West, Süd und Nord viele gemeinsame Hoffnungen und Träume haben. Um die Einblicke zu vertiefen, widmet die NordArt jedes Jahr einem anderen Land einen eigenen Pavillon und stellt einen Fokus-Künstler vor. Die NordArt versteht sich als kulturelle Freiraum und Inspirationsquelle für Künstler aus aller Welt – das gilt für international renommierte ebenso wie für Newcomer.
Der Länderfokus richtet sich 2018 auf Tschechische Republik. Unter dem Ausstellungstitel „An den Grenzen von Unendlichkeit und Zukunft“ werden Bildhauer und Maler vorgestellt, die außerhalb klassischer Techniken ihre Werke realisieren. Die Kuratoren sind Lucie Pangrácová und Michal Gabriel aus Prag. Die Schirmherrschaft für den Länderpavillon hat der Botschafter der Tschechischen Republik, S.E. Tomáš Jan Podivínský, übernommen.
Zugleich steht der in Tschechien geborene Bildhauer und langjährige Professor in Prag und Kiel, Jan Koblasa (1932–2017) als Fokus-Künstler im Mittelpunkt. Die NordArt verneigt sich damit nicht nur vor einer großen Künstlerpersönlichkeit – sie möchte auch einen Mann ehren, der gerade in den Anfangsjahren ein wichtiger Impulsgeber für die NordArt war.Die langjährige Kooperation mit der chinesischen Botschaft in Berlin und den chinesischen Kulturinstitutionen – und die engen Kontakte zur chinesischen Kunstszene – haben schon viele spektakuläre Auftritte in der NordArt ermöglicht. 2018 gilt wieder eine größere Aufmerksamkeit der zeitgenössischen Kunst aus China.
Und: Viele die bisher geehrten Künstler der NordArt werden vertreten sein. Die Publikumspreisträger sowie die Künstler, die den von Hans-Julius und Johanna Ahlmann gestifteten und mit 10.000 Euro dotierten NordArt-Preis erhalten haben.
Das Kunstwerk Carlshütte ist eine Non-Profit-Kulturinitiative der international tätigen ACO Gruppe und der Städte Büdelsdorf und Rendsburg und ein besonderer Ort für Ausstellung, Konzerte, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen. Mittelpunkt ist die seit 1999 jährlich in den Sommermonaten stattfindende NordArt mit ausgewählten Künstlern aus aller Welt. Ihre Bühne sind die gewaltigen Hallenschiffe der historischen Eisengießerei mit ihren 22.000 Quadratmetern Grundfläche und ein 80.000 Quadratmeter großer Skulpturenpark. Seit 2011 ist das Kunstwerk Carlshütte Heimat für die internationale Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Die ACO Thormannhalle wurde eigens dafür zu einem Proben- und Konzertraum mit Platz für 1200 Zuhörer umgebaut. NordArt und Festival sind aber nicht nur gute Nachbarn, die beide das weltweite Netzwerk von Künstlern pflegen, sie treiben auch das Crossover von Bildender Kunst und Musik voran.Gastgeber im Kunstwerk Carlshütte ist das Unternehmerehepaar Hans-Julius und Johanna Ahlmann.
Die Kosten für Busfahrt, Eintritt und Führung betragen für Gäste 55 Euro und für Mitglieder des kunstverein 45 Euro. Anmeldungen unter 05139-3587 oder unter info@kunstverein-bwi.de.