Kreisfahnenaufmarsch ist der Höhepunkt des Jubiläumsfestes

Mehr als 20 Schützenvereine aus dem Kreisschützenverband Burgdorf nahmen am Kreisfahnenaufmarsch in Großburgwedel teil.

Schützen feierten vier tolle Tage den 125. Vereinsgeburtstag

GROSSBURGWEDEL (bs). Volles Haus zum Kommersabend, ein strapaziöser Ausmarsch zum Anbringen der Königsscheiben mit anschließendem gut besuchten Festball, Kreisfahnenaufmarsch und Festumzug vor begeistert winkenden Zuschauern und ein fröhlicher Bayerischer Abend zum Ausklang: Rundum gelungen, so das Fazit der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Schützenvereins Großburgwedel.
Die anstrengendste Aufgabe hatten die Schützen und der begleitende Musikzug der Freiwillige Feuerwehr am Samstag zu meistern. Insgesamt fünf Königsscheiben mussten an ihre Bestimmungsorte gebracht werden. Bei glücklicherweise bestem Wetter legten die Grünröcke so manchen Kilometer zurück, zwar immer mit ordentlichen Pausen und gestärkt mit Speis und Trank, aber letztendlich dauerte das ganze Unterfangen gute sechs Stunden. „Ich habe am Abend wirklich runde Füße gehabt“, resümierte ein Schützenbruder am Sonntagmittag – erschöpft, aber hochzufrieden, dass alles so wunderbar geklappt hat.
Das eigentliche Highlight der Jubiläumsfeier, der Kreisfahnenaufmarsch am Sonntag, stellte für die Großburgwedeler Schützen und ihre Gäste alles bisher Erlebte in den Schatten. Mehr als 20 Schützenvereine aus dem Kreisschützenverband Burgdorf fanden sich zu dieser festlichen Zeremonie im Park des Rathauses Großburgwedel ein.
„Eine gute Gelegenheit, das Schützenwesen in der Öffentlichkeit darzustellen“, begrüßte Werner Bösche, Präsident des Kreisschützenverbandes Burgdorf, die Gäste. „Reden Sie mit allen, die heute nicht dabei waren und sagen Sie ihnen, wie schön Sport in einer solchen Gemeinschaft sein kann“, forderte Werner Bösche die Teilnehmer auf. Deutlich hörbar unterstützt wurde die Aufforderung durch die Salutschüsse der Vorderladerschützen des Schützenvereins Kleinburgwedel.
Anschließend machten sich Schützen, Musik- und Fanfarenzüge sowie die Vertreter zahlreicher Großburgwedeler Vereine und Institutionen auf den Weg zum großen Festumzug durch die Ortschaft.
Bereits vor dem Rathaus hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, diesem ganz besonderen Erlebnis beizuwohnen. Fröhlich winkend zogen die Männer vom Historischen Löschzug der Feuerwehr, mehrere Abteilungen der Turnerschaft Großburgwedel, die Soldatenkameraden mit Trecker und Hänger, der Heimatbund Burgwedel, der Männergesangverein Concordia Großburgwedel, die „Sauerkirschen“ in historischen Gewändern, die Jugendpflege mit Rasenmähertrecker, Eltern und Erzieherinnen mit Kindergartenkindern und viele andere mehr durch die Straßen Großburgwedels. Ein großartiges Erlebnis für alle Teilnehmer, einzig die „Salutkanone“ der „Fliegentruppe“, die mehrmals entlang der Strecke zum Einsatz kam, sorgte angesichts der Lautstärke für Unmut bei den Zuschauern.