Knapp 200 Kinder beim Laternenumzug in der Ortschaft Wettmar

Die Fackeln der Jugendwehr Wettmar sind entzündet und nun beginnt gleich der Umzug durch den Ort, mit Musik und vielen bunten Laternen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mit Fackeln und Feuerwehrmusik ging es durch den Ort

WETTMAR (hhs). Laternenumzüge bieten zu jeder Jahreszeit ein schönes Bild, wenn in der Abenddämmerung die häufig selbst gebauten Leuchtkörper aus leichtem Material an den Stielen langsam durch die Ortschaften getragen werden. Der Herbst bietet sich aber geradezu dafür an, denn die lieben Kleinen müssen ja einigermaßen früh ins Bett und die Dunkelheit tritt im Moment so gegen 19.00 Uhr ein. Wenn der Umzug nicht zu lang ist, kommt der Nachwuchs gegen 20.00 Uhr wieder nach Hause, fällt dann todmüde ins Bett. Anders in Wettmar am vergangenen Freitag, da war nach dem Laternenumzug noch Beiprogramm angesagt.
Der stellvertretende Ortsbrandmeister und Jugendwart Ingo Bähre hatte eingeladen zum Laternenumzug und zu einem Kostümwettbewerb zum Thema „Halloween“. Treffpunkt war am örtlichen Feuerwehrhaus ab 18.00 Uhr zur Begutachtung der Kostüme. Und es hatten sich eine ganze Reihe von Kindern zum Thema kostümiert: Alle Bösewichter und Ungeheuer aus den Harry Potter Verfilmungen waren zu bestaunen, viele Hexen und Piraten, und manche Kinder hatten sich doppelt kostümiert, wie die achtjährige Nicole, die unter ihrem Hexenkostüm noch ein Piratenoutfit trug. Knapp die Hälfte er etwa 200 jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich auf diese Weise verwandelt. Wenn man bedenkt, dass beinahe alle Teilnehmer von ein oder zwei erwachsenen Personen begleitet wurden, erklärt sich die imposante Länge des Zuges.
Um 18.30 Uhr kam Bewegung in die vor dem Feuerwehrhaus wartende Menge. Die Mitglieder des Feuerwehrmusikzugs waren nach und nach eingetroffen, die Jugendwehr stand dahinter und erhielt die Fackeln. Schließlich ergriff Ingo Bähre das Wort, eine kurze Begrüßung. Die Musiker stellten sich auf, die Jugendwehr hatte unterdessen ihre Fackeln entzündet und eskortierte die Musiker, und dann ging es los zu den Klängen von „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne...“.
Der Laternenumzug war sicherlich in Kindergarten und Grundschule auch im Unterricht thematisiert worden, denn es waren sehr viele selbst gebastelte Laternen zu bewundern: Sonnen schön bunt bemalt, der Mond in vielen Ausführungen, von freundlich grinsend bis böse schauend, Fratzen-Leuchten und ganz schlichte Exemplare, die man wie eine Ziehharmonika auseinander ziehen konnte. Auch die Leuchttechnik war unterschiedlich, von alt her gebrachten Kerzen bis hin zu hochmoderner LED-Technik.
Als der Umzug wieder am Feuerwehrhaus eintraf, war alles gerichtet: Der Bratwurstgrill sorgte für ein Aroma, dass allein schon nach Gebrauch der Nasen hungrig machte. Dann hatten die Männer um Ingo Bähre für zwei Theken gesorgt, für große und für kleine Menschen, damit sich die Generationen hier nicht in die Quere kamen. Und wer noch nicht gleich zu Speis' und Trank schritt, der konnte sein Glück am Glücksrad versuchen für kleines Geld. Hier sah man abends nur strahlende Gesichter, den jeder Dreh brachte einen kleinen Preis.