Klimaschutz-Aktionsprogramm kommt in 2012 in Gang

In den meisten Grundschulen der Stadt Burgwedel wie hier in Großburgwedel wird Klimaschutz schon praktiziert. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Umweltkoordinator Schubert legte Sachstandsbericht vor

BURGWEDEL (hhs). Am Donnerstag tagte zum ersten Mal in dieser Wahlperiode der Ausschuss für Gebäude, Umwelt und Städtebau. Auf der Tagesordnung standen nur zwei und offenbar ganz nah verwandte Punkte: Sachstandsbericht und Umsetzung des Klimaschutzaktions-Programms und der Energiebericht der Stadt Burgwedel. Man erinnere sich: Der Stadtrat hatte im Juli eine Prioritätenliste zur Umsetzung des Klimaschutz-Aktionsprogramms beschlossen. Darin wurden einige Maßnahmen als „hoch-prioritär“ eingestuft. Zu diesen gab der Umweltkoordinator Malte Schubert den Sachstandsbericht.
Schubert widmete sich zunächst dem Thema „Klimaschutz in Schulen, Bildungsangebote zum Thema Energieerzeugung“. Das Projekt sei zu Jahresbeginn in Gang gekommen und auf eine Laufzeit von drei Jahren angedacht. Die Verwaltung habe bisher mit drei Schulen Gespräche geführt, wobei diese das Projekt ausgesprochen positiv aufgenommen hätten. Gespräche mit den anderen Schulen seien vereinbart, er hoffe auch dort auf positive Resonanz. Schubert schlug vor, ein „Klimateam“ aus Vertretern von Schulen und Verwaltung zu bilden, das Projekte und Bildungsangebote zur Einführung eines Energiesparmodells für Schulen und Kindertagesstätten entwickelt.
Nächster Punkt war die Optimierung der Straßenbeleuchtung. Hier laufe gerade die Ausschreibung für den ersten Abschnitt der Maßnahme. Darin sei die energetische Optimierung von etwa 1200 Leuchten vorgesehen. Im zweiten Abschnitt werden weitere 700 Leuchten verbessert, im dritten, der 2013 folgen wird, folgen noch einmal 700 Leuchten. Der Umweltkoordinator erläuterte, bis 2015 sollen alle Quecksilberleuchten in der Stadt ausgetauscht werden. Die neuen Leuchten, so brachte er es auf den Punkt, bieten mehr Licht und verbrauchen dabei weniger Strom. Auf die Frage, wie schnell sich die Investition in neue Leuchten rechnet, führte Schubert aus, Straßenbeleuchtung rechne sich innerhalb von nur sechs bis sieben Jahren.
Ein weiterer Punkt war der Neubau der Unterkunft für Obdachlose in Großburgwedel in Zusammenarbeit mit der Kreissiedlungsgesellschaft. Der Rat habe dafür Mittel in den Haushalt eingestellt und das energetische Niveau des Neubaus solle hoch sein, allerdings nicht dem Passivhausstandard entsprechen. Auch wenn man die Passivhaustechnik als voll ausgereift bezeichnen könne, so werde dabei von den Nutzern ein besonders hohes Maß an Identifikation mit der Immobilie verlangt. Die könne man aber bei der in Obdachlosenunterkünften üblichen Fluktuation der Bewohner nicht erwarten.
Letzter Punkt war die Optimierung der Energieversorgung für das Schulzentrum, Gymnasium und Freibad. Hier stehe die Beauftragung eines Ingenieurbüros unmittelbar bevor. Das Büro solle ein Konzept erarbeiten, was im zweiten Quartal 2012 erwartet werde. Für die Umsetzung der darin als sinnvoll erachteten Maßnahmen stehen im Haushalt 70.000 Euro bereit. Die ursprünglich als vorzuziehende Maßnahme erwogene nächtliche Beckenabdichtung des Freibads habe man zurück gestellt, so Schubert. Man wolle den Vorschlägen des Ingenieurbüros nicht vorgreifen.