Kleine Lösung: nur kosmetische Arbeiten am Kirchplatz

Ortsrat, Verwaltung und Kirchenvorstand trafen sich am Donnerstag Abend auf dem Kirchplatz, um dessen Neugestaltung zu besprechen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

„Wir wollen es den Mitbürgern mit Rollator leichter machen“

FUHRBERG (hhs). Am Donnerstag traf sich der Ortsrat Fuhrberg am frühen Abend vor dem Gemeindehaus. Auf der Tagesordnung stand die Erneuerung des sogenannten Kirchplatzes, die schon seit einigen Jahren die politischen Gremien beschäftigt. Dabei handelt es sich um das Ensemble von Rückhaltebecken, Gemeindehaus, Kriegerdenkmal und Ludwig-Harms-Kirche.
Planer Jens Martin stellte seine Überlegungen vor, zunächst vor Ort bei strömendem Regen, später im Gemeindehaus. Neben dem Ortsrat war auch der Kirchenvorstand anwesend.
Burgwedels Umweltkoordinator Malte Schubert erläuterte eingangs, dass es aller Voraussicht nach die für die Gesamtmaßnahme vorgesehenen 72.000 Euro im Haushalt nicht geben würde, allenfalls wohl die Hälfte. Das kam unerwartet für den Ortsrat, der damit in die Situation manövriert wurde, sich mit einer Streichliste in Sachen Kirchplatz Fuhrberg auseinandersetzen zu müssen, anstatt ein schlüssiges Gesamtkonzept diskutieren zu dürfen.
Jens Martin formulierte, das Grundübel dieses Platzes liege darin, dass der Bewuchs vollkommen ausgeufert sei und es an Licht und Strukturen fehle. Die Kirche sei kaum erlebbar, hier müsse für mehr Licht und damit mehr Wärme gesorgt werden. Die großen alten Eichen solle man freistellen, um mehr Transparenz zu schaffen.
Eine neue Sichtschutzbepflanzung an der Landesstraße sei wünschenswert als grüne Grenze sowie Lärm- und Sichtschutz.
Der Ortsrat reagierte betreten und einigte sich darauf, konkrete Verbesserungen insbesondere für mobilitätseingeschränkte Mitbürger umzusetzen. Eine wesentliche Verbesserung werden kleine Pflasterungen auf dem Parkplatz vor dem Gemeindehaus sein. Zudem werden am Gehweg zur Ludwig-Harms-Kirche die Bahnschwellen verschwinden, um einen glatten Übergang zur Rasenfläche zu erlangen. Wenn Mittel übrig bleiben, werden die Gittersteine am Straßenrand durch andere Pflasterungen ersetzt.
In der dunklen Jahreszeit sollen mehr Lampen für bessere Sicht eingesetzt werden. Am Rückhaltebecken werden Rasengittersteine für einige Parkplätze verlegt. Auch dem wild wuchernden Bewuchs soll Einhalt geboten werden: Der Ortsrat hat sich dafür ausgesprochen, den Rückschnitt und das große Aufräumen innerörtlich zu lösen. Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer ist sich sicher, dass er die Fuhrberger Einwohner problemlos dazu motivieren kann.