Kleinburgwedeler voller Elan beim Boßeln

Beste Stimmung bereits vor dem ersten Wurf: Familie Wilde aus Kleinburgwedel trat voller Elan mit der Löschgruppe der Feuerwehr gemeinsam zum ersten Wurf an und die Hartgummikugel sauste flott die Straße entlang. (Foto: Anna Kentrath)

Große Resonanz auf friesischen Volksport in Kleinburgwedel

KLEINBURGWEDEL (ak). Nieselregen und grauer Himmel beeindruckte die hartgesottenen Kleinburgwedeler Nordlichter nicht und vermochte die Stimmung nicht zu trüben: Ganze 8 Mannschaften traten beim ersten Boßelturnier der Freiwilligen Feuerwehr Kleinburgwedel an. Vergangenen Samstag sammelten sich an die 60 begeisterte Kleinburgwedeler am Feuerwehrhaus in wetterfester Kleidung und mit gut bestückten Bollerwagen, um sich dieses sportliche Vergnügen nicht entgehen zu lassen.
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Kirchbauvereins sei bereits im vergangenen Jahr in Kleinburgwedel ein Boßelturnier angesetzt worden, so der Kleinburgwedeler Ortsbrandmeister Walter Sonnefeld gegenüber den Burgwedeler Nachrichten. Leider habe man sich nach knapp 500 Metern den Witterungsbedingungen geschlagen geben müssen, weil der Schnee-Regen damals ein Fortkommen der Kugel unmöglich gemacht habe.
Nun startete die Freiwillige Feuerwehr Kleinburgwedel in diesem Jahr erneut einen Versuch und das gleich mit einer erstaunlichen Resonanz. 8 Teams, zwei der Freiwilligen Feuerwehr, ansonsten je eines der Schützendamen, des Kirchbauvereins, der Männerklönrunde, der Kartenspieler und des Ortsrates sowie eine Kleinburgwedeler Familie machten sich auf den Weg, um (k)eine ruhige Kugel zu schieben.
Voller Elan begaben sie sich vom Heidberg ausgehend auf die Strecke, entlang am Baggerloch bis hin zum Heidewinkel und vom Lehmberg aus wieder zurück. Ein Spaziergang in der Gruppe, aber mit der Besonderheit, eine Hartgummikugel von etwa 15 Zentimetern Durchmesser mit möglichst wenigen Würfen die Strecke entlang zu treiben. Jeder aus der Gruppe musste einmal ran, diejenigen, die am wenigsten Würfe benötigten, gewannen.
Um das normale Boßeln ein wenig aufzupeppen und bei dem nass-kalten Wetter eine Chance zum Aufwärmen zu geben, wurde zwischendurch eine Pause eingelegt, in der Glühwein getrunken werden durfte, aber auch einige Aufgaben auf die Gruppen warteten: „Tee-Beutel-Weitwurf“, das Schätzen einer Holzscheibe, die selbst gesägt werden musste, oder das Einschlagen eines Nagels. Nach den sportlichen Aktivitäten ging es zum Pflegen des leiblichen Wohls und auf einen gemeinsamen Plausch zum Grünkohlessen in den Schützenkrug.
Das beinahe erste Dorfboßeln zeigte ganz deutlich, wie die Kleinburgwedeler ihre Dorfgemeinschaft schätzen und natürlich, dass sie für jeden Spaß zu haben sind. Der Gewinner des Nachmittags, „Feuerwehr-Gruppe 2“, erhielt einen Pokal, der, nach der durchaus berechtigten Hoffnung von Ortsbrandmeister Sonnefeld, bald zum Wanderpokal einer festen Veranstaltung werden könnte. Er stelle sich vor, dass man die Ausrichtung reih um übernehmen könne und sich im kommenden Jahr dann vielleicht ein anderer Verein dazu bereit erklären würde, als Gemeinschaftsaktion der Kleinburgwedeler Vereine.