Kleinburgwedel feierte rundum gelungenes Schützenfest

Der Wagen mit den Schützenscheiben wurde in Kleinburgwedel aus Sicherheitsgründen von einer ganz besonderen Security bewacht. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Über Nacht hatten einige Schützen unter fachkundiger Anleitung einen Giebel auf das Garagendach von Anke und Jens Saupe gebaut, damit man die Festscheibe auch von der Straße aus gut sehen kann. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mehr als 500 Besucher beim traditionellen Kommersabend

KLEINBURGWEDEL (hhs). Am Pfingstwochenende wird traditionell das Schützenfest in Kleinburgwedel gefeiert. Von Freitag bis Sonntag standen neuen Könige in Kleinburgwedel im Mittelpunkt. Zweimal zogen Schützen und Gäste durch das Dorf, am Samstag im wesentlichen zum Abholen ihrer Könige, am Sonntag dann mit großem Aufgebot an Musikgruppen und Kapellen und befreundeten Vereinen aus der Ortschaft und der Umgebung zum Austragen der Königsscheiben. Wider Erwarten und allen Prognosen zum Trotz blieb es trocken, auch das scheint sich in den vergangenen Jahren in Kleinburgwedel zur Tradition zu entwickeln.
Schützenchef Volker Speckmann war beim großen Festumzug am Sonntag sehr zufrieden: „Wir hatten volles Zelt beim Kommers am Freitagabend. Gut 300 Gäste nahmen am Essen teil. Zum anschließenden Ball seien noch einmal gut 200 Besucher dazu gekommen, Festzelt, Festplatz und Fahrgeschäfte waren gut gefüllt. Das liege daran, dass die Kleinburgwedeler in einer intakten Dorfgemeinschaft leben und die Vereine alle miteinander verzahnt sind.
Am Kommersabend hat der Vorsitzendes des Kreisschützenverbandes Burgdorf Werner Bösche teilgenommen. Der sei extra gekommen, um zwei ganz wichtige und zuverlässige Schützenbrüder mit einer hohen Auszeichnung des Niedersächsischen Sportschützenverbandes auszuzeichnen: Jens Saupe und Torsten Thies. Beide bilden seit vielen Jahren das perfekte Team der Scheibenannagler in Kleinburgwedel, beide in blauer Latzhose und im bunten Hemd den Super Marios nachempfunden. Scheibenannageln ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, hier wird die Grundlage für den Spaß am Schützenfest gelegt.
Auch das Team des Festwirtes zeigte sich zufrieden. Es sei immer Betrieb gewesen und die Stimmung sei gut gewesen bei den Besuchern. Am Samstag führte der Umzug mit Musik durch das Dorf, um die Könige abzuholen. Dabei wurden auch die Scheiben für Kinderkönigin Luca Marie Schiermann und Jugendkönig Till Rittstieg ausgebracht. Unterwegs legten die Kapellen noch ein kleines Platzkonzert am Seniorenheim Lindenriek ein, wofür es von Bewohnen großen Beifall gab.
Der Sonntag ist der Tag der Könige.
Nach den Zeltgottesdienst geht es zum Scheibenannageln. In diesem Jahr musste die Route am Anfang verändert werden: Jens Saupe, einer der beiden Scheibenannagler hatte die Festscheibe erhalten. Aus diesem Grund ging es zuerst in die Wallstraße gegenüber vom Schützenplatz. Das Haus von Anke und Jens Saupe am Ende einer langen Hofeinfahrt habe keinen Giebel, von dem aus die Festscheibe auch von der Straße zu sehen sei ..., hatten einige Schützen am Abend zuvor bemängelt.
In Kleinburgwedel werden solche Lappalien sofort erledigt. In einer Nacht- und Nebelaktion hatte die Zimmerei Plinke mit einigen Schützen einen Giebel mit Front zur Straße oben auf Saupes Garagendach gebaut und daran wurde am Sonntag die Festscheibe angenagelt. Weiter ging es zu Schützenkönig Nick Bienio, Bürgerkönig Hagen Braun, Damenkönigin Miriam Meyer, die Scheibe „Junges Volk“ erhielt Inga Sonnefeld. Nachzutragen bleibt noch: Werner Lindemann, seit 45 Jahren Mitglied im Schützenverein Kleinburgwedel, wurde mit der Humorscheibe überrascht „wegen seines Faibles für Werkzeuge, Feuerwehr und seines klitzekleinen Problems mit dem Radfahren“.