Klassische Musik und Vogelgezwitscher

Zur „Liaison unter Bäumen“ auf dem Hof Meixner in Wettmar hatten sich vier Instrumentalisten der Staatsoper Hannover zusammengefunden. (Foto: Renate Tiffe)

Konzertwochenende auf dem Hof Meixner in Wettmar

WETTMAR (ti). Es war ein prachtvoller Sommersonntag und es gab viele Veranstaltungen rundum. Trotzdem waren um die hundert Besucherinnen und Besucher der Einladung des Freundeskreises Burgwedeler Gartenkonzerte gefolgt, etwa ebenso viele wie am Abend zuvor. Die Zahlen sprechen für sich was den Ruf dieser besonderen musikalischen Arrangements betrifft, die nunmehr zum 13. Mal stattfanden.
Von Anfang an waren verschiedene Orte vorgesehen. Was nicht ausschloss, dass die Konzerte, bis auf eine Ausnahme, bisher im engeren Umfeld des Langeheinschen Privatgartens ihre Bleibe gefunden hatten. Die Violinistin Annette Langehein, hatte die Reihe der Gartenkonzerte in Wettmar ins Leben gerufen, um die klassische Musik im ländlichen Raum zu fördern.
Diesmal war es also gelungen, Lars Meixner und Dagmar Regelsberger für die Idee zu gewinnen. Das weiträumige Hofgelände mit den hohen Eichen und den verschiedenen Gebäuden bot einen wunderbaren Rahmen für das Musikangebot - Vogelgezwitscher zu den kammermusikalischen Tönen mit eingeschlossen.
Eine Einstimmung auf den künstlerischen Genuss boten die großformatigen Mosaikbilder von Dagmar Regelsberger, die wie zufällig an den Baumstämmen lehnten, und die Malerei von Jeanette Karapiperidis, der Mitinitiatorin der Wettmarer Malerinnengruppe „Schlösschen“.
Bei der Serenade am Samstagabend hatte neben Klavier und Kontrabass das Fagott mit all seinen instrumentalen Facetten bei der Auswahl der Stücke im Vordergrund gestanden. Ungewöhnlich war die Zusammensetzung des Ensembles, das am Sonntagmittag zur „Liaison unter Bäumen“ zusammengekommen war, allesamt Musiker der Staatsoper Hannover.
Andrea Wittig-Wesche, Harfe, Bernadette Schachschal, Querflöte, und Heinrich Lademann, Kontrabass, betraten die neuentstandene Bühne. Phillipp Kohnke, standen mit Vibraphon, Percussion und Trommel, mehrere Möglichkeiten für die musikalischen Kontrapunkte zur Verfügung. Er und die Harfenistin Andrea Wittig-Wesche sorgten für die anregenden, erläuternden Texte, die sozusagen ein Markenzeichen dieser besonderen Konzerte sind - Unikate, wie Annette Langehein dargestellt hatte.
Den unterschiedlichen Instrumenten entsprach das weitgefächerte Programm, das vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichte, das ruhige und aufregend komplizierte Stücke enthielt bis hin zum temperamentvollen Flamenco, den die Harfenistin allein bestritt.
Unter den begeisterten Gästen waren Wettmars Ortsbürgermeister Erwin Fette und sein Stellvertreter Michael Kranz, die den Dank dafür entgegennahmen, dass der Ortsrat 500 Euro für die lange gewünschte Bühne spendiert hatte.
Wie üblich konnten anschließend an das Konzert die Picknick-Körbe ausgepackt werden, um noch eine Zeit an Ort und Stelle zu verweilen.Viele konnten sich den Hof als Veranstaltungsort für die nächsten Konzerte denken.