Kita Kleinburgwedel hat jetzt richtiges Piratenschiff

Die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Kleinburgwedel hatten lange auf den Moment gewartet. Nun können sie auf der „Seestern“ nach Herzenslust ihrer Phantasie beim Spielen freien Lauf lassen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

18.000 Euro für ein ganz besonderes Spielgerät

KLEINBURGWEDEL (hhs). Mittwoch war ein großer Tag für die Kindertagesstätte Kleinburgwedel: Das neue Holzschiff, das seit einigen Tagen auf dem Außengelände der Kita steht, wurde wie ein richtiges Schiff getauft und dann zum Spielen freigegeben.
Lange hatten die Jungen und Mädchen auf diesen Moment gewartet, denn das Schiff war schon Anfang Dezember beinahe fertig montiert auf einem Tieflader an den Zaun der Kita geliefert worden, aber erst in den vergangenen Tagen per Kran auf das Gelände gehoben und nun komplett fertig gebaut worden.
Am Mittwoch war nun der große Moment gekommen. Elke Pfaff, Leiterin der Kita, und ihre Mitarbeiterinnen hatten sich einiges einfallen lassen. Die Kinder bildeten draußen trotz einiger Minusgrade einen großen Kreis an dem Prachtschiff, dann erklärte ihnen Elke Pfaff, dass dieses Schiff wie ein richtiges Seeschiff nun getauft werde, weil das seit Jahrhunderten so Brauch ist.
Zuerst aber mussten alle ein Lied singen, wobei sie von Nelly Wilhelm mit ihrem Akkordeon unterstützt wurden. Dann wurde eine Flasche am Schiffsrumpf zerschlagen mit „symbolischen Sekt“, aus dem sich eine Traube Bonbons ergoss. Elke Pfaff taufte das Schiff auf den Namen „Seestern“. Das Namensschild prangt oben am Heck des Schiffes. Und natürlich wurde auch eine Flagge gehisst, eine Piratenflagge am Fahnenmast der Kita.
Es ist ein Prachtstück geworden, was die Mitarbeiterinnen der Kita und ihre Kinder in Zusammenarbeit mit Martin Rießler dort geplant und schließlich gebaut haben. Martin Rießler ist in der Stadtverwaltung zuständig für alle Spielplätze und somit auch für die Spielgeräte.
„Die Mitarbeiterinnen der Kita haben mit den Kindern gemeinsam den Wunsch nach einem richtigen Spielschiff erarbeitet“, erinnert er sich. Das sei Anfang vergangenen Jahres gewesen. Daraus sei eine Liste mit Anforderungen an das neue Spielgerät entstanden. „Als wir dann gewusst haben, was dabei alles zu bedenken war, haben wir und gemeinsam daran gesetzt, die Größe des Schiffes festzulegen. Da müssen schließlich auch die meisten der Kinder Platz darauf haben“.
Das Schiff ist aus dem haltbaren aber auch teuren heimischen Robinienholz gebaut worden und sehr sauber gearbeitet. Alle Kanten sind abgerundet, damit kaum Verletzungsgefahr besteht. Vorn im Bug und auch im Heck sind kleine Räume mit Sehschlitzen entstanden, in denen sich die Kinder verstecken können. 18.000 Euro hat die Stadt Burgwedel dafür ausgegeben.