Kirchenvorstandswahl in den Gemeinden des Kirchenkreises

Am 18. März zählt jede Stimme

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (r/bs). In diesem Frühjahr geht die sechsjährige Amtszeit der amtierenden Kirchenvorstände zu Ende: Am Sonntag, 18. März, finden in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers die Kirchenvorstandswahlen statt.
In den vergangenen Wochen und Monaten konnten in den 18 Gemeinden des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen 170 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich am 18. März zur Wahl stellen, gewonnen werden; etwas mehr als 100 von ihnen sind in die Kirchenvorstände zu wählen. Weitere Mitglieder werden in die Gremien berufen, um möglichst alle relevanten Gruppen in der Gemeinde zu repräsentieren.
Welchen Weg soll die Kirchengemeinde in den kommenden Jahren gehen? Welche Aufgaben stehen an und wo sollen Schwerpunkte gesetzt werden? Wie soll den sich verändernden Anforderungen an Kirche Rechnung getragen werden?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen befassen sich die Frauen und Männer, die im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen die Kirchenvorstände bilden. Diese Vorstände, in denen Ehrenamtliche gemeinsam mit Pastorinnen und Pastoren die Gemeinden leiten, sind echte Strategie-Gremien, die sich neben Theologie, Gottesdienstfragen und Religionspädagogik mit vielen weiteren Themen befassen. Auch für verschiedene „Managementaufgaben“ übernehmen sie Verantwortung: für Finanzplanung und Bauunterhaltung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Diakonie, Büro- und Veranstaltungsorganisation, Fundraising, Umweltmanagement und Ökumene. „Wer bei sich vor Ort, in seinem direkten Lebensumfeld Einfluss nehmen und nicht nur mitreden will, der hat im Kirchenvorstand ein weites Feld“, sagt Superintendent Martin Bergau. „Und wer sich hier engagiert, der sucht nicht den virtuellen Kontakt – hier wird ‚face to face’ geredet.“
Alle Mitglieder der Kirchengemeinden in Burgwedel, Langenhagen, der Wedemark und Isernhagen sind aufgerufen, am 18. März ihre Stimme abzugeben und damit die Zusammensetzung „ihres“ Kirchenvorstandes aktiv mitzubestimmen. Die Wahlbenachrichtigungskarten sind von den Gemeinden in den vergangenen Wochen verschickt worden; auf ihnen sind auch das jeweilige Wahllokal und der genaue Zeitraum der Wahl vermerkt. Viele Gemeinden bieten am Wahltag etwas Besonderes an: ein gemütliches Wahlcafé, einen besonderen Gottesdienst, ein Posaunenkonzert oder einen Auftritt ihres Kirchenchores.
Die Zahl der Stimmen, die jeder Wahlberechtigte abgeben darf, orientiert sich an der Größe der Gemeinde: In Gemeinden mit bis zu 1.999 Kirchenmitgliedern dürfen drei Stimmen abgeben werden, bei Gemeinden bis zu 3.999 Mitgliedern sind es vier Stimmen, in den größeren Gemeinden sechs Stimmen.
Hat eine Kirchengemeinde mehrere Wahlbezirke eingerichtet, so reduziert sich in den einzelnen Bezirken die Stimmenzahl, damit die Gesamtzahl der Gemeinde nicht überschritten wird. Es ist nicht möglich, Stimmen zu kumulieren, also einer Kandidatin oder einem Kandidaten mehrere Stimmen zu geben, es dürfen aber weniger Stimmen als die Höchstzahl abgegeben werden, ohne dass der Wahlschein seine Gültigkeit verliert. Neben der Wahl im Wahllokal am 18. März, zu der der Personalausweis mitgebracht werden soll, ist auch die Briefwahl möglich: Briefwahlunterlagen können mit der Wahlbenachrichtigungskarte angefordert werden.