Kirchenkreiskonferenz wanderte durch den Fuhrberger Forst

In diesem Jahr fand die Wanderkonferenz der hauptamtlichen Mitarbeiter des Kirchenkreise Burgwedel Langenhagen in den Forsten bei Fuhrberg statt.

Von kalten und warmen Bäumen und der Vielfalt der Farben

BURGWEDEL/FZHRBERG (hhs). Einmal jährlich kommen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen zu einer besonderen Kirchenkreiskonferenz zusammen: Die „Wanderkonferenz“ macht sich auf den Weg, um zu Fuß eine der vier Regionen des Kirchenkreises zu erkunden. In dieser Woche führte die Wanderung in den Staatsforst nordöstlich von Fuhrberg.
Vorbereitet hatte diesen Tag Fuhrbergs Pastor Enno Junge. Er hatte die staatlich zertifizierte Waldpädagogin Claudia Mithöfer als Führerin engagiert, und sie wusste von der grundsätzlichen Bedeutung des Waldes für das ökologische Gleichgewicht ebenso anschaulich zu erzählen, wie von den „Mäuseschwänzchen“ der Douglasienzapfen. Treffpunkt war am Parkplatz Hirschgehege an der L 310. Zu Beginn der Wanderkonferenz stand natürlich eine kleine Andacht an. Claudia Mithöfer empfand es hier aber als zu laut. Sie übernahm das Kommando und schnell ging es zu Fuß zu einem idyllischen und leisen Ort.
Verblüffendes gab es anschließend bei dieser Wanderung zu hören und vor allem zu erleben: von kalten Buchen und warmen Eichen, vom  Marzipanbaum des Waldes, von der unendlichen Vielfalt der Farben in all dem Grün, von stinkendem Hahnenfuß und dem Sozialverhalten von Bäumen.
Über die Zerstörung der Wälder nach dem Zweiten Weltkrieg berichtete die Waldpädagogin ebenso wie über die Wiederaufforstung mit Monokulturen von Fichten und Kiefern, über den Ende der 1980er Jahre begonnen „Umbau“ der Staatsforsten im Zuge der Arbeit nach dem „LÖWE-Programm“, der „Langfristigen Ökologischen Wald Entwicklung“, und das langfristige Denken, das dafür notwendig ist. „Wir müssen uns breit aufstellen, weil niemand wirklich weiß, wie es mit dem Klimawandel weitergehen wird“, erklärte Claudia Mithöfer und verwies in diesem Zusammenhang auf Douglasien und Amerikanische Eichen, die mit Klimaveränderungen vergleichsweise gut umgehen können. Sie erinnerte auch daran, dass die Forsten in diesem Jahr eigentlich Grund zum Feiern haben: Seit nunmehr 300 Jahren arbeiten sie nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit.
Als Abschluss nach rund zweistündiger Wanderung gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein herzhaftes Frühstück und für Claudia Mithöfer herzlichen Applaus.