Kirchbauverein St. Petri feierte sein 30-jähriges Bestehen

Friedrich Engeling mit den Zetteln, auf denen die guten Wünsche der Festbesucher für den Kirchbauverein gesammelt wurden. (Foto: Renate Tiffe)

Ein Gemeindefest, an dem das ganze Dorf beteiligt war

KKLEINBURGWEDEL (ti). 30 Jahre Kirchbauverein und 25 Jahre „Haus der Kirche" - es war ein doppeltes Jubiläum, das unter großer Beteiligung der örtlichen Vereine und der Einwohner von Kleinburgwedel gebührend gefeiert wurde. Dem bunten Programm am Nachmittag folgten gegen Abend ein Gottesdienst und ein gemeinsames Essen. Das Wetter spielte mit, sodass alles draußen auf dem großen Kirchgrundstück am Moorweg stattfinden konnte.
Es war der 3. Juni 1982 als sich der Kirchbauverein gründete mit dem Ziel, unter den Fittichen der Großburgwedeler St. Petri-Kirche ein eigenes Gemeindehaus in Kleinburgwedel zu erbauen. Nach längeren Planungen wurde beschlossen, ein Fachwerkhaus aus Mesmerode im Harz zu versetzen. Am 6. Dezember 1987 konnte das „Haus der Kirche“ in einem festlichen Gottesdienst feierlich eingeweiht werden. Unvergesslich für viele war, wie das große Holzkreuz durch das Dorf getragen wurde, das jetzt die Altarseite prägt.
Alle Einrichtungsgegenstände sind Stiftungen Kleinburgwedeler Bürger, wie auch die Außenanlagen in Eigenarbeit erstellt wurden. 1990 konnte das „Lütt Hus“ der Kirche übergeben werden und 1995 wurde als krönender Abschluss die zweite Glocke am Glockenturm geweiht.
Die Arbeit des Kirchbauvereins war damit nicht beendet. Er hat sich nicht nur den äußerlichen Erhalt und die Restaurierung des Hauses zur Aufgabe gemacht. Er will weiter Mitverantwortung für das kirchliche und kulturelle Leben im Dorf tragen und die Gemeinschaft stärken. Ein neuer Flyer gibt Auskunft über die Geschichte und die Zukunft des Vereins.
Liegt es an diesem selbstgeschaffenen Mittelpunkt, dass die Dorfgemeinschaft in Kleinburgwedel auffallend gut ist? An der Gestaltung des Kirchenfestes waren so gut wie alle örtlichen Vereine beteiligt und der Besuch war entsprechend.
Ein buntes Programm hatte der Festausschuss unter der Leitung der Vorsitzenden Kristine Weidemann zusammengestellt. Alles hatte vorzüglich geklappt, wie Sprecherin Erdmute Schodder im Nachhinein festhalten konnte.
Angefangen hatte es mit einer Kaffeetafel für deren Kuchenspenden die AWO, und der Basarkreis zuständig waren. Die Grundschule zeigte ein „Rollenkino“ aus selbstgemalten Bildern zur Geschichte von Moses. Ein Spieltisch mit englischen Spielen stand für die Kinder ebenso bereit wie ein Tisch zum Kneten. Für die Bewegung des Nachwuchses sorgten die alten Bewegungsspiele des St.Petri-Kindergartens und die blaue Airtrac-Bahn des TSV. Mit Info-Ständen vertreten und gut frequentiert waren die kirchlichen Einrichtungen des Ambulanten Hospizdienstes, der Diakoniestation und des Besucherdienstes.
Höhepunkt des Festes war dann der Gottesdienst um 18.00 Uhr. Er wurde musikalisch begleitet von den Feuerwehrkapellen aus Kleinburgwedel und Fuhrberg, die schon vorher zur Unterhaltung beigetragen hatten. Pastor Andreas Böger sprach von den prophetischen Reden in der Bibel, die der Erbauung, Mahnung und Tröstung dienen sollen und von dem Geist, der in einer Gemeinde herrscht. Die Lesungen hielt Friedrich Engeling, Kleinburgwedeler mit hohen kirchlichen Ämtern. Die neueingeführten Kirchenvorstandsmitglieder Wenke Memenga und Stefan Rösch trugen die Wünsche der Festbesucher vor, die sie auf Zetteln an einer langen Leine festgehalten hatten.
Für das anschließende gemeinsame Mahl mit Kartoffeln und frischen Matjesheringen hatte Engeling die Fische eigens von der Küste geholt.
Eine Fortsetzung findet das Fest mit einem gemütlichen Zusammensein am 6. Dezember, dem eigentlichen Kirchweihtag. Dann wird sich auch zeigen, ob Ortsbürgermeister seine Wette gewonnen oder verloren hat. 100 Euro wollte er aufs Spiel setzen, wenn es dem Kirchbauverein nicht gelingt, bis zum Jahresende 100 Mitglieder zu gewinnen. Außerdem müsste der Verein sich dann an der Frühjahrsaktion im Dorf beteiligen. 87 Mitglieder zählte er am Sonntagabend.