Kinder-Kunst-Revue vor ausverkauftem Haus im Amtshof

Für die kleinen Schauspielerinnen und -spieler war es ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis, auf der Bühne vor großem Publikum zu spielen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mehr als 60 Kinder nahmen an der Veranstaltung teil

GROSSBURGWEDEL (hhs). Die Kinder-Kunst-Revue steht immer für den Abschluss des KuKKi Jahres in der Stadt Burgwedel und ist unbenommen dessen Höhepunkt. In diesem Jahr schlugen die mehrheitlich kleinen Künstlerinnen und Künstler, die von einigen „Professionellen“ Unterstützung erhielten, gewissermaßen einen Bogen von der Zeit Mozarts bis zum Breakdance und zurück. Damit hat Regina Gresbrand, die Initiatorin und Organisatorin von Kunst und Kultur für Kinder ein weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte dieses Erfolgsmodells geschrieben. Kunst und Kultur für Kinder ist zu zu einem Vorzeigemodell des Heranführens junger Menschen in die unterschiedlichen Bereiche von Kultur geworden.
Die Revue war in drei Abschnitte unterteilt. Sinn der Sache ist natürlich, dass beinahe alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in irgendeiner Form dabei präsentieren können. Im ersten Teil wurde die Zeit des Barock wiederbelebt: Die Familie Mozart nahm die Jugendlichen und die Besucher auf eine kleine Zeitreise mit dem Wunderkind Wolfgang-Amadeus. Der komponierte kurzer Hand seinen „Papillon“, während ein Divertissement, eine Folge historischer Tänze in den entsprechenden Kostümen zu bewundern war. Viele der kleinen Künstler hatten ihre Kostüme unter Anleitung selbst mitgestaltet. Eigentlich nebenher mit der Funktion, Übergänge zu verdeutlichen, liefen die schauspielerischen Phasen. Großen Applaus gab es dafür vom Publikum, das in großer Zahl gekommen war: im Amtshof gab es keinen freien Platz mehr, und viele Besucher verfolgten das Geschehen vom Foyer aus.
Nach diesem kleinen Wandelkonzert, bei dem Schüler und Schülerinnen einen Einblick in ihren Unterricht zum besten gaben, folgte der Höhepunkt: Die Oper „Die Entführung aus dem Serail" nach Wolfgang Amadeus Mozart als kleines Maskenspiel. Zuvor wurde das Publikum mit Tanz- und Musikbeiträgen in die Zeit zurück versetzt: die Jüngeren der KuKKi Breakdance Gruppe ernteten fröhlichen Ansporn und Applaus für die akrobatischen Versuche. Die KuKKi Ballettgruppe bewegte sich nach Musik aus der kleinen Nachtmusik und zwei Querflötenspielerinnen trugen begleitet von Ihrer Musikschullehrerin den „Türkischen Marsch" vor.
Als Einstieg in die Oper wurde zur Ouvertüre ein beeindruckendes Bühnenbild mit Serail, orientalischem Garten und Palmenstrand aufgebaut. Dann startete die eigentlich dramatische Handlung. Kinder setzten einen komprimierten witzigen Text mit Stabmasken gekonnt in Szene. An zwei Stellen übernahmen dann professionelle Künstler den Part. Die Sopranistin Yoshiko Hirschfeld-Ikeshiro sang die Arie „Welche Wonne, welche Lust" als gewitztes Blondchen und der Verwandlungskünstler Stephan Eisfeld mimte mit stolzer Brust und voller Kehle den fiesen „Osmin". Begleitet wurden beide von der Konzertpianistin Claudia Rinaldi. Als dann zum Abschluss die jungen Breakdancer zu „Lange lebe Bassa Selim" - dem edlen Türken, der allen die Freiheit schenkte - bewiesen, dass sich sogar nach Musik von Wolfgang Amadeus Mozart mit viel Elan und Freude breakdancen lässt, gab es einen rauschenden Applaus.
„An dieser Kinder Kunst Revue nahmen über 60 Kinder teil. Ich freue mich sehr, dass ich soviele Kinder erreiche, die sich in den unterschiedlichsten Projekten ausprobieren und sich dann mutig für eine gemeinsame Sache auf die Bühne stellen“, freute sich Regina Gresbrand am Ende.