Keine Räume in Wettmar für die Laienspielgruppe

Ulrike Bigalke ist froh, dass das Raumproblem für die Aufführungen in diesem Jahr gelöst ist. Geprobt wird zunächst einmal monatlich im Wettmarer Dorfgemeinschaftshaus (Foto: Renate Tiffe)

Spielstätte für 2016 im „Lindenriek“ in Kleinburgwedel

WETTMAR (ti). Es war ein Schlag für die Gruppe als im Januar 2016 die Kündigung kam. Jahrelang hatten die Wettmarer Laiendarsteller erfolgreich in der Gaststätte „Waldschänke“ gespielt. Das Ende kam für sie überraschend. Aufgeben wollten sie deswegen aber nicht. Jetzt haben sie im „Lindenriek“ in Kleinburgwedel eine neue Spielstätte gefunden. „Unsere Aufführungen für dieses Jahr sind gesichert“, sagt Ulrike Bigaslke, die Sprecherin der Gruppe.
Genau genommen kann die gebürtige Wettmarerin den damaligen Schritt immer noch nicht begreifen. „Wir hatten vier ausverkaufte Aufführungen im Oktober“ resümiert sie. Aber jetzt schaut die begeisterte Theaterspielerin nach vorn. Sie spricht viel lieber von den vielen Raumangeboten, die in der Zwischenzeit aus Wettmar und anderswo kamen. „Wir haben ganz viel Entgegenkommen erlebt“, freut sie sich. „Vom Schützenverein wurden wir angesprochen und vom „Schlösschen“. Aus Großburgwedel kamen Einladungen vom Interkulturellen Treff und vom Restaurant am Springhorstsee. „Wir haben alles besichtigt, soweit die Räumlichkeiten passten“, berichtetet sie. Die Mehrzweckhalle, in der die Theaterauftritte der Gruppe - ein Abkömmling des Männergesangvereins MGV „Germania“ - bei den Dorfabenden ihren Anfang nahmen, steht wegen enger Belegung nicht mehr zur Verfügung. Die frühere Reithalle auf dem ehemaligen Bartelschen Hof in der Ortsmitte von Wettmar, derzeit als Holzverarbeitungshalle genutzt, war ebenfalls im Gespräch. Aber dort sind die Bedingungen für Theateraufführungen in diesem Jahr aus vielerlei Gründen noch nicht gegeben.
Die Laienspieler entschlossen sich, das Angebot der Familie Wöhler im Lindenriek in Kleinburgwedel anzunehmen. „Dort haben wir alles, was wir brauchen“, erläutert Ulrike Bigalke, nur leider sei es nicht Wettmar. Der Ort sei bekannt und durch die Bushaltestelle vor der Tür leicht zu erreichen. In dieser Woche wurden genauere Absprachen getroffen. Der Bühnenaufbau gestaltet sich nicht ganz als ideal.
Tatsächlich sind die Anforderungen, welche die Laienspielgruppe an die Räumlichkeiten stellen muss, nicht ganz so leicht zu erfüllen. Etwa 120 Personen müssen Platz finden, der Aufbau der Bühne muss möglich sein. Die Bühnenbauer brauchen 7 bis 10 Tage Zeit. Außerdem muss der Raum für die intensiven Proben vor den Aufführungen frei sein, die mehrere Wochen vorher etwa drei- bis viermal die Woche erforderlich sind.
Derzeit kommen die Laienschauspieler einmal im Monat im Dorfgemeinschaftshaus in Wettmar zusammen. Die Gruppe zählt elf Mitglieder, sowie zwei Bühnenbauer und einen Beleuchter. Das Team aus vier Darstellern, das für das Aussuchen der Theaterstücke zuständig ist, liest fleißig Texte, die eventuell in Frage kommen könnten. Das Angebot der Verlage für das passende Repertoire sei groß in Niedersachsen, meint die Sprecherin. Es werden nur Stücke nach Vorlage gespielt.
Bisher hatte sich die Gruppe mit den Aufführungsterminen immer nach den Veranstaltungen im Dorf gerichtet. Sie konnten im Mai oder auch später im Jahr stattfinden.
Noch ist nicht entschieden, was in diesem Jahr zur Aufführung kommen soll. Das Datum steht allerdings schon fest, es wird der 4. bis 6. November sein.