Kaiserwetter begleitete das dreitägige Volks- und Schützenfest

Rolf Fortmüller hielt eine launige Rede auf den neuen Bürgerkönig Gerrit Boettcher. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Gut bestückter Festplatz: Entenangeln, Autoscooter, Schießbude, Kinderkarussell, Musikexpress und anderes mehr lockte auf den Schützenplatz.

Mehr Teilnehmer, farbenprächtige Präsentation und beste Stimmung

GROSSBURGWEDEL (bs). Drei Tage feierten die Großburgwedeler mit ihrem Schützenverein ein fröhliches Volks- und Schützenfest. Dabei zeigte sich, dass die zahlreichen Neuerungen im Programmablauf von den Besuchern sehr positiv aufgenommen wurden.
Schon zum Auftakt der Festlichkeiten, dem Empfang auf der Rathausterrasse, konnten sich die Schützen über erheblich mehr interessierte Besucher freuen, als in den Vorjahren. Dies war sicherlich auch dem prächtigen Wetter zur Premiere des Open-Air-Gottesdienstes im Rathauspark geschuldet.
Auch die leichte Verzögerung beim Anbringen der Königsscheibe bei Bürgerkönig Gerrit Boettcher am Samstag nahmen die Umzugsteilnehmer gelassen hin. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel traf mit leichter Verspätung ein – und ohne Musik – wird eben auch keine Scheibe angenagelt.
Mit dem Eintreffen der Musiker übernahm dann Großburgwedels Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller das Regiment und hielt eine launige Rede auf den neuen Bürgerkönig. Bereits im vergangenen Jahr habe Gerrit Boettcher schon um die Bürgerkönigsehre geschossen und es immerhin zum 1. Ritter gebracht, so Fortmüller. Die Zielgenauigkeit scheine ja in der Familie zu liegen: Schließlich sei sein Sohn 2015 Kinderkönig gewesen und beim Bürgerkönigsschießen habe er mit knappem Vorsprung seine Schwester Nicola überrundet. Da fehle dann jetzt am Haus nur noch die Schützenkönigsscheibe …
Mit diesem dezenten Hinweis Richtung Bürgerkönig, nun auch Mitglied des Schützenvereins zu werden, schloss Rolf Fortmüller seine Ausführungen und übernahm eigenhändig das Anbringen der Scheibe. Anschließend ging es zügig zur letzten Station, zum Vorsitzenden des Schützenvereins, Henning Kühl, der sich in diesem Jahr mit sicherer Hand den Titel des Schützenkönigs gesichert hatte.
Höhepunkt der Großburgwedeler Schützenfestes ist in jedem Jahr der festliche Umzug durch die Innenstadt am Sonntagnachmittag. Gestartet wird vom Amtspark aus, wo die begleitenden Gastvereine und Musikzüge Aufstellung nehmen. Vor Jahren noch ein großes Schauspiel, waren es nach und nach immer weniger Teilnehmer geworden, so dass der Schützenverein Großburgwedel in diesem Jahr mit finanzieller Unterstützung des Ortsrates erstmals Preise für die Teilnahme auslobte. Mit Erfolg!
So bot sich den vielen Zuschauern am Sonntag ein farbenprächtiges Bild. Insbesondere in der Von-Alten-Straße und rund um den Schützenplatz hatten sich zahlreiche Schaulustige eingefunden. Fröhlich winkend, musikalisch begleitet vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel, dem Spielmannszug Kleinburgwedel und dem immer wieder begeisternden Fanfarenzug Thönse schlängelte sich der Tross mit Abordnungen zahlreicher Schützen- und Gastvereinen sowie politischen Vertretern durch das Zentrum Großburgwedels.
Mit mehreren hundert bunten Luftballons präsentierte sich die Turnerschaft Großburgwedel, erstmals auch mit den Cheerleader Dancing Stars in den Reihen, der Laufclub Burgwedel ganz in sonnigem Gelb, Mitglieder des SV Burgwedel, die ihre blau-rot-grün-gelben Schwimmnudeln fröhlich schwenkten, der in rot-weiß gekleidete Fußballnachwuchs des FC Burgwedel und natürlich nicht zu vergessen – der Fidele Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr, dessen Besatzung nicht nur rege Bonbons verteilte, sondern auch für eine feuchte Erfrischung mit der Handdruckspritze sorgte. Und schließlich die Männer vom MGV Concordia, die ebenfalls „Feuchtes“ - allerdings für die Kehle – unter die Zuschauer brachten.