Jubiläum mit Ausstellung

Gratulation von Matthias Möhle (l.) und Ehefrau Elfie (r.) für das große Engagement von Erst-Adolf Franz und Inge Kupferberg im Sozialverband Deutschland. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Der Vorsitzende Matthias Möhle lobte das Engagement vor Ort: "Das Leitbild leben Sie hier." (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

SoVD-Ortsgruppe feierte 60-jähriges Bestehen in Isernhagen

ISERNHAGEN (bgp). 60 Jahre mit dem Grundsatz "Gemeinsam statt einsam" bildete der Ortsverbandsvorsitzende Matthias Möhle die langjährige Arbeit des Sozialverbandes Deutschland in seiner Jubiläumsrede ab.
Gleichzeitig mit dem langjährigen Bestehen des Isernhagener Ortsverbandes feierten die Gäste im Vereinsheim des TSV Isernhagen auch das 100-jährige Jubiläum des Bundesverbandes, aber "das Leitbild leben Sie hier", lobte Möhle das Engagement vor Ort.
Anlässlich des Jubiläums hatten die Besucher Gelegenheit, sich im hinteren Teil des Vereinsheims in einer Ausstellung über die historische Entwicklung des Sozialverbandes in Deutschland zu informieren. Eine Multimedia-Ausstattung mit Kopfhörern stand als Angebot für zusätzliche Erläuterungen per Audioführung bereit.
Im Foyer gab es eine Litfasssäule mit historischen Plakaten aus den vergangenen hundert Jahren. Eine Einladung zur Versammlung von 1957 erinnerte außerdem an die Gründung des Ortsverbandes Isernhagen, der sich seither für die Belange von Kriegsinvaliden, in Renten- und Pflegefragen sowie Verbesserungen für behinderte Menschen einsetzt.
Sabine Müller, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Isernhagen, hob das Engagement des Verbandes für "Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit" hervor, der ein "kompetenter Mistreiter der Politik" sei. Die Aufgaben hätten sich im Laufe der Jahre jedoch gewandelt.
So trage der demografische Wandel dazu bei, dass die Herausforderungen im Bereich der Pflege komplexer geworden seien. Die Integration von Flüchtlingen sei ein weiteres großes Aufgabenfeld, dessen sich der Sozialverband annimmt. Der SoVD sei "immer gut vertreten", betonte Müller mit Blick auf das breite Vereins- und Verbandsspektrum in Isernhagen.
Der Vorsitzende der Bürgerstiftung Isernhagen, Dr. Joachim Wegener, hielt fest, dass viele Verbesserungen auf das Engagement des Sozialverbandes zurückzuführen seien und zählte die Absenkung von Bürgersteigen und Fußgängerampeln auf: „Da haben Sie schon einiges getan." Der SoVD sei immer noch "aktiv am Brennpunktthema Rente" und setze sich dafür ein, soziale Missstände aufzudecken und Ursachen von Ungleichheiten zu beseitigen. Wegener erwähnte auch die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen, die "sich für soziale Themen interessieren". Als Beispiel für Isernhagen nannte er den Seniorenfahrdienst, der durch die Kooperation des Sozialverbandes mit der Bürgerstiftung und der Kirche zustande gekommen sei.
Simon Müller, Ortsbürgermeister in Isernhagen HB, bezeichnete die beiden Jubiläen als "ein Stück Geschichte sozialer Gerechtigkeit". Der Sozialverband sei stets ein kompetenter Ansprechpartner, sagte Müller und betonte: „Ohne den SoVD würde nicht nur etwas, sondern viel fehlen." Beifall, der von Herzen kam, gab es für zwei Gäste der Jubiläumsfeier: Inge Kupferberg kümmerte sich 33 Jahre lang gemeinsam mit ihrem Mann um die Belange des SoVD in Isernhagen, Ernst-Adolf Franz ist seit 65 Jahren Mitglied im Sozialverband und war 50 Jahre davon im Vorstand als Schriftführer tätig.