Jeder hat eigene Geschichten

Bürgermeister Axel Düker wünscht sich in der „Demenzsensiblen Kommune“ eine lückenlose Versorgungskette lokaler Akteure, für die sowohl Erkrankte als auch Angehörige im Fokus stehen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Burgwedel startet mit der „Woche der Demenz“ als Modellkommune

GROSSBURGWEDEL (bgp). Mit einer Auftaktveranstaltung im Amtshof startete die Stadt Burgwedel nach rund zwei Jahren Vorlaufzeit mit der „Woche der Demenz“ in das vom Land Niedersachsen mit einhunderttausend Euro geförderte Projekt „Demenzsensible Kommune“ der Gesundheitsregion Region Hannover.
Unter dem Motto „Vielfältige Begegnungen“ präsentieren sich unterschiedliche Akteure wie Pflegedienste und -einrichtungen, Arzt- und Physiotherapiepraxen, Kostenträger und Vereine. Besondere Perspektiven bieten eine Fotoausstellung „Der Weg der Demenz“ (Seniorenbegegnungsstätte), Kreativangebote und Parcours an verschiedenen Orten sowie das Theaterstück „Du bist meine Mutter“ im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 27. April um 16.00 Uhr im Amtshof.
Bürgermeister Axel Düker, Mitglied der Steuerungsgruppe in der Gesundheitsregion, betonte: „Wir wollen mit diesem Projekt eine ganzheitliche Versorgung auf die Beine stellen, Versorgungsketten ohne Brüche“. Wichtig sei vor allem, die Bevölkerung für das Thema Demenz zu sensibilisieren und die im Projekt erarbeiteten Strukturen für andere Kommunen übertragbar zu machen.
Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover, sieht angesichts eigener beruflicher und privater Erfahrungen mit Demenz sowie steigenden Erkrankungsfällen dringenden Handlungsbedarf: „Wir müssen uns dem Krankheitsbild stellen“. Immer mehr Menschen erkrankten an Demenz und damit käme die Gesundheitsregion in Spiel. Ziel sei es, in Niedersachsen 35 solcher Gesundheitsregionen zu etablieren. Die Gesundheitsregion Hannover sei mit 1,2 Millionen Bürgern die größte ihrer Art und habe sowohl großstädtische als auch ländliche Problemlagen. Daher müssten lokale Akteure zusammengebracht und gemeinsam überlegt werden, welche Lösungen es gebe.
Nach der offiziellen Begrüßung mit musikalischen Einlagen durch Heinrich Kohlrust (Saxophon) und Brigitte Chrzanowski (Klavier) hatten die rund sechzig Gäste die Möglichkeit, sich fachlich und persönlich beim anschließenden Empfang auszutauschen.