Jede Menge Spielzeug für die Burgwedeler Tafel

V.r.: Ursula Weitemeyer von der Burgwedeler Tafel freute sich riesig über die große Menge an Spielzeug, für das Helga und Oliver Symura gesorgt hatten.

Bunte Osterüberraschung für die Flüchtlingskinder

GROSSBURGWEDEL (hhs). Vielen Besuchern des Weihnachtsmarkts in Großburgwedel sind der Apfelpunsch mit Ingwer und die Ofenkartoffeln, die Helga und Oliver Symura und ihr Team angeboten haben, in bester Erinnerung geblieben. „Sie gingen weg wie warme Semmeln“, freuten sich die beiden Symuras noch am Dienstag dieser Woche bei der Burgwedeler Tafel. Dort haben sie eine große Menge an Kinderspielzeug an Ursula Weitemeyer von der Tafel übergeben.
„Wir haben den gesamten Umsatz aus dem Verkauf von Punsch und Ofenkartoffeln sowie den Loops, die unsere Tochter Julia Friedrich selbst genäht hat, in Spielzeug angelegt, um damit den Kindern der Kunden der Burgwedeler Tafel und den Flüchtlingskindern eine Freude zu bereiten“.
Auf Nachfrage, ob es sich um Umsatz oder Überschuss handele, schmunzelte Oliver Symura: „Das war alles, was wir in der Kasse hatten, also Umsatz. Wir haben noch auf 1.000 Euro aufgerundet“.
Ursula Weitemeyer staunte nicht schlecht, als Körbe und Kisten voller Spielzeug in den Tafelladen hineingetragen wurden: Bälle, Kegelspiele, Malkreide, Sandkastensets, Hüpfbretter, Federball- und Badminton-Schläger und Zubehör, Springseile, Beachbälle, Seifenblasensets. „Wir haben uns in erster Linie für Bewegungsspielzeug für draußen entschieden“, sagte Helga Symura. Sie habe vor dem Kauf mit Ursula Weitemeyer gesprochen und sei erstaunt gewesen, dass zur Tafelkundschaft auch knapp 150 Kinder und Jugendliche gehören. Sie hätten sich Mühe gegeben, für alle Altersgruppen und Geschmäcker das richtige Spielzeug auszusuchen.
Schon im Jahr zuvor hatten sich die Symuras auf dem Weihnachtsmarkt für die Kinder und Jugendlichen der Tafel engagiert. Doch der Erfolg der Aktion hielt sich 2014 in Grenzen: „Deswegen haben wir unsere Hinweisschilder vergrößert und der Aktion einen Namen verpasst: „Essen für den guten Zweck, damit alle ein schönes gutes Weihnachtsfest haben“. Das hatte Wirkung und das Ergebnis war Spitze“, so Oliver Symura. „Wir wollten wieder etwas für die Kinder tun“, erläuterte Helga Symura ihre Motivation. „Nach dem Weihnachtsfest wurde die Zeit sehr eng, Deswegen haben wir nun bis zum Osterfest gewartet mit unserer Überraschung“. Die Tafel habe wegen der Ferien einen personellen Engpass und sie freue sich riesig darüber, dass sie und eine Angestellte bei der Verteilung des Spielzeugs im Rahmen der Lebensmittelausgabe mit helfen können.
Ursula Weitemeyer bedankte sich herzlich bei den beiden Spendern. „Es ist ganz wichtig, dass die Flüchtlingskinder spielen können“, sagte sie. Insgesamt leben in der Stadt Burgwedel inzwischen 500 Flüchtlinge. „Vorwiegend junge Männer“, sagt sie, aber Klarheit über die korrekte Anzahl werde es erst nach einer Zählung geben. Jede Woche kämen drei bis fünf neue Kunden hinzu.