Jede Menge Müll beim Frühjahrsputz um St. Petri

Die Sitzbank lädt zum Verweilen ein. Es finden sich in ihrem Umfeld alljährlich aber auch jede Menge leerer „Flachmänner“, was nicht sein müsste. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Helferteam sucht kräftige Männer zur Unterstützung

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Samstagmorgen stand wieder der Frühjahrsputz im St.-Petri-Park an. Die Kirchengemeinde nimmt ihre Verantwortung für die Pflege der dieses wirklich romantischen Flair behafteten rund um die Kirche sehr ernst.
Uralte Bäume, der alte Fischteich, im vorderen Teil die Reste des ehemaligen Friedhofs mit der Grabstelle der Familie Von Alten. Blumenbeete kommen hinzu. Das alles an einem Vormittag wieder in Ordnung zu bringen, ist beinahe unmöglich.
Am Samstagmorgen fanden sich zum Arbeitsbeginn 16 freiwillige Helfer ein.
Mehrere Stürme hatten über Winter eine Menge totes Holz aus den Baumkronen gebrochen, das entsorgt werden musste. Büsche wurden dezent in Form gehalten, der Besen sorgte wieder für Reinlichkeit auf den Pflasterungen und auf dem Labyrinth, das erst vor einigen Jahren angelegt wurde und an alte Glaubenstraditionen erinnert.
Sie dienten im Mittelalter zu Bußübungen. Der Büßer musste an bestimmten Stationen Gebete sprechen. Das Fußbodenlabyrinth symbolisierte den Weg der Seele zur Erlösung und gleichzeitig, sehr real damals, die Pilgerfahrt nach Jerusalem. Dabei wusste man ja auch nie, ob man dorthin und wieder zurück kommt.
Die 16 Freiwilligen hatten sich in lockere Gruppen aufgeteilt.
Ein Mann übernahm freiwillig die Reinigung des alten Fischteiches. Dort waren eine Menge Äste und Laub hineingefallen und immer, wenn er mit der Harke beim „Angeln nach Unrat“ das Wasser in Bewegung brachte, erfüllte der Gestank faulenden Wassers die Luft.
Nun kann man auch wieder die feste Bank nutzen, die zwischen Fischteich und Kirchenkreisamt in den Büschen etwas versteckt lag. Es wurde allgemein als ärgerlich empfunden, dass sich hier wie in jedem Jahr wieder eine große Anzahl leerer Flachmänner fand.
„Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn sich hier Menschen treffen. Aber jeder sollte seinen Müll wieder mitnehmen und nicht einfach in die Büsche werfen“, schimpfte Hildegard Seeger, eine der ältesten Teilnehmerinnen der Reinigungsaktion, die vom Kleinburgwedeler Ableger der St. Petri-Gemeinde hierher zum Helfen gekommen war.
Am Ende, als alles wieder gereinigt und in Form gebracht war, gab es im Gemeindehaus einen kleinen Imbiss gegen den Hunger und und kühle Getränke gegen den Durst. Einig war man sich darüber, dass das Wetter nicht besser hätte sein können für die Putzaktion, allerdings auch darüber, dass man für die nächste Putzaktion im St.-Petri-Park einige Männer mehr zum Mitmachen motivieren muss.