Interpretationen zur Heimat

Die Künstler der dritten Heimatausstellung (von links): Frank Fuhrmann, Chieko Fumikura, Michael Zwingmann, Helmut Hennig, Kwanho Yuh, Harald Thomas und Wolfgang Jeske. (Foto: B. Garms-Polatschek)

Freiluftgalerie des Kunstvereins geöffnet

GROSSBURGWEDEL (dno). Der etwas angestaubte Begriff Heimat ist heute wieder aktueller denn je. Doch die Interpretation dieses Begriffes ist so vielfältig, wie die Künstler der dritten Heimatausstellung des Kunstvereins Burgwedel-Isernhagen. Nunmehr seit neun Jahren ist das kleine Parkgelände an der Thönserstraße Schauplatz der Kreativität. In der Freiluftgalerie präsentieren auch diesmal sieben unterschiedliche Künstler ihre Arbeiten aus den Bereichen Skulptur, Performance und Bildhauerei. Vom 19. August bis zum 29. Oktober sind die Werke von Frank Fuhrmann, Chieko Fumikura, Helmut Hennig, Wolfgang Jeske, Harald Thomas, Kwanho Yuh und Michael Zwingmann zu sehen.
„Ich habe das vorhandene, die Bäume, als Heimat genommen und das Fremde einfach hinein gesetzt“, so beschreibt Harald Thomas sein Werk. Seit 1970 arbeitet der Künstler ausschließlich mit Recyclingmaterialien. „Auch diesmal habe ich alte PI-Rohre genommen, um sie zu etwas Neuem zu verbinden“, erklärt er.
Mit dem Phänomen der schwarzen Löcher hat sich Michael Zwingmann künstlerisch beschäftigt. Seine Arbeiten mussten per LKW in den Park gehoben werden, denn die sieben gusseisernen Teile wiegen weit mehr als eine Tonne.
Das Heim als Heimat, als eine Art Rückzugsort und Schutz, sieht Wolfgang Jeske. Seine fünf Häuser wurden in den Bäumen angebracht, die den Park abends zum Leuchten bringen werden.
Frank Fuhrmann bringt das Wort Heimat plakativ auf die Erde und sieht das Thema eher global. „Die Heimat ist unsere Erde, sie verbindet alle Menschen“, sagt er. Chieko Fumikura bittet die Besucher durch das traditionelle Tor ihrer Heimat Japan und lässt sie einen Blick in „das Land, in dem die Sonne aufgeht“ werfen. Bei Kwanho Yuh lässt sich auch ein Blick werfen. „Direkt auf die Bäume, das ist so beruhigend, denn eigentlich ist Heimat in uns selbst zu finden“, erklärt die Künstlerin.
Helmut Hennig nutzt den Park und die 46 Bäume als Leinwand. Unter dem Namen „Me and my tree“ sind alle Burgwedler aufgefordert, das Projekt zu unterstützen. Unter www.projekt-meandmytree.blogspot.com können sich Bürger beteiligen. Helmut Hennig sagt: „Ziel ist es, das am Ende jeder Baum ein Schild mit einer Wortassoziation trägt.“