Insgesamt 13 Kommunalpolitiker verlassen den Stadtrat und 16 die Ortsräte in Burgwedel

Aus der Ratsarbeit verabschiedet: Michael Stobbe (vorn, v.l.), Fritz Papenberg, Ortrud Wendt, Otto Bahlo, Birgit Diers, Heinz-Theo Rockahr; hintere Reihe (v.l.): Martina Flatten, Edgar Kolze, Wolfgang Grüne, Heinz Schröder, Heinz-Manuel Heinicke und Jörg Heuer. (Foto: Renate Tiffe)
 
30 Jahre lang war Fritz Papenberg (CDU) in der Kommunalpolitik für Burgwedel tätig. Seine Ehefrau erhielt zum Dank einen Blumenstrauß. (Foto: Renate Tiffe)

Ein Beitrag von Renate Tiffe: Abschied aus der Verantwortung mit Dank und vielen Ehrungen

BURGWEDEL (ti). Nach den Wahlen im September ist der Wechsel bei der Besetzung der politischen Gremien in Burgwedel gravierend. 13 Kommunalpolitiker verlassen den Rat der Stadt, bei den Ortsräten sind es 16 Mitglieder.
Unterschiedlich sind die Veränderungen von Partei zu Partei. So werden bei der gleichen Anzahl von Sitzen bei der SPD nur zwei „Neue“ hinzukommen. Bei der CDU, die zwei Sitze und damit die Ratsmehrheit verloren hat, scheiden zehn Ratsmitglieder aus. Sie alle wurden in der letzten Ratssitzung dieser Legislaturperiode feierlich verabschiedet.
Bürgermeister Axel Düker würdigte den ehrenamtlichen Einsatz der Männer und Frauen. Er habe nicht nur den Verlust von Freizeit bedeutet, sondern auch einen langen Atem und Fingerspitzengefühl verlangt bei immer schwieriger werdenden Anforderungen. Dazu seien die Diskussionen in der Öffentlichkeit gekommen, die hin bis zu persönlichen Angriffen reichten. Viele, auch weitreichende Entscheidungen seien vom letzten Rat getroffen worden, immer mit dem Ziel, das Beste für die Stadt zu erreichen
Für alle scheidenden Rats- und Ortsratsmitglieder gab es Buch zum Abschied und für viele von ihnen auch die Ehrennadeln der Stadt - in Bronze für eine zehnjährige Mitgliedschaft, in Silber für 15 Jahre und in Gold für 20 Jahre. Letztere Ehrung wurde Rainer Fredermann (CDU) zuteil, der für seine langjährige Tätigkeit im Ortsrat Wettmar, seine vielfältigen Ausschussmitgliedschaften im Rat, sowie Tätigkeiten in örtlichen und überörtlichen Verbänden auch die Urkunde des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes erhielt.
Übertroffen wurde er noch von den beiden Urgesteinen unter den Christdemokraten, Heinz-Theo Rockahr und Fritz Papenberg, die auf eine 30-jährige Tätigkeit zum Wohle der Stadt zurückblicken können. Rockahr ist zugleich seit 1996 Ortsbürgermeister von Thönse und hat seit 1986 das Ratsmandat inne.
Papenberg war zeitweise Ortsbürgermeister von Engensen und gehörte dem Rat seit 1996 an. Beiden übergab Düker neben den Urkunden des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes als besonderes Präsent der Stadt einen Füller mit Gravur. Die Rückenstärkung, die langjährige Ratspolitiker durch ihre Ehefrauen erfahren, wurde mit einem Blumenstrauß gewürdigt.
Papenberg ergriff kurz das Wort, um für die Ehrungen zu danken. Er richtete einen Apell an die Jugendlichen, sich für die politische Arbeit zu interessieren. Es habe Spaß gemacht, an Entscheidungen beteiligt zu sein, „die unser aller Zukunft betreffen“, und dann auch die Erfolge zu sehen.
Die lange Liste der Verabschiedungen und Ehrungen, war angeführt worden von drei Christdemokraten, die zusätzlich wichtige Ämter in der vergangenen Ratsperiode ausgefüllt haben. Birgit Diers hatte während der Legislaturperiode das aufwendige Amt des Fraktionsvorsitzes bei ihrer Partei übernommen. Darüber hinaus hatten sie und Jörg Heuer als stellvertretende Bürgermeister gewirkt.
Ortrud Wendt war fünf Jahre Mitglied im Rat und hat in gewichtigen Ausschüssen mitgearbeitet. Unverwechselbar Spuren hinterlässt die Großburgwedelerin als Ratsvorsitzende, die alle Sitzungen des Rates geleitet hatte. Vor der feierlichen Verabschiedung der Ratsleute hatte sie dieses Amt zum letzten Mal ausgeübt und wiederholt auf charmante Weise das zahlreiche Publikum mit einbezogen (wir berichten).