Infos zur Vermittlung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Im Amtshof informierten sich zahlreiche Ehrenamtliche über Möglichkeiten der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. (Foto: Dana Noll)

Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter Hannover gaben Einblicke

BURGWEDEL (dno). Die hohe Zahl der Flüchtlinge stellt die Behörden vor große Herausforderungen. Zahlreiche, ehrenamtliche Helfer/innen engagieren sich, haben aber auch viele offene Fragen, besonders in Bezug auf die Integration in den Arbeitsmarkt.
„Die Ereignisse haben uns eingeholt, Konzepte mussten entwickelt, Prozesse angepasst und Abläufe überdacht werden“, so Andrea Wassermann,Teamleiterin in der Agentur für Arbeit Hannover.
Um einen Überblick zu geben lud die Agentur für Arbeit Hannover in Kooperation mit dem Jobcenter Region Hannover zu einem Infonachmittag ein. Etwa 30 Interessierte darunter Sozialarbeiter, Engagierte im Helfernetzwerk und ehrenamtliche Begleiter/innen folgten der Einladung. Gleichstellungsbeauftragte Ilinda Bendler moderierte durch die 1,5 stündige Veranstaltung.
Dabei ging es hauptsächlich um die Beratung und Vermittlung von Asylbewerbern in die Arbeitswelt. „Wer sind die Ansprechpartner, wie sind die Zuständigkeiten oder welche Genehmigungen sind nötig“, diese Fragen interessierten die Anwesenden. Andrea Wassermann erklärte die Zusammenhänge und zeigte an einfachen Beispielen auf, welche Probleme die Agentur für Arbeit zu lösen hatte: „Wir mussten andere Zugangswege zu den Flüchtlingen finden, das begann schon bei unserem Dolmetscherpool.“
Mit dem Modellprojekt „Early Intervention“ 2015 wurden erste organisatorische und systematische Schritte unternommen. Zahlreiche Projekte konnten angestoßen werden wie zum Beispiel das Patenprogramm oder die Treffen am „Runden Tisch“. Dabei stützte man sich auf ein großes Beraternetzwerk aus Sozialarbeiter/innen vom Integrationsteam, Partnerbehörden, Verbänden, Ehrenamtlichen, Organisationen, Beratungsstellen sowie Bildungsträger. Im Zuge dieses Aufbaus wurde auch der Arbeitsmarktzugang, ob zu einem Job, zu einer Ausbildung oder einem Praktika für Flüchtlinge geregelt.
„Es gibt sicherlich noch viel Handlungsbedarf, aber wir sind auf einem guten Weg“, so Andrea Wassermann.