Infos zu Fahrradschutzstreifen

Verkehrsexperte referiert im Burgwedeler Amtshof

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (r/bs). Sogenannte Fahrradschutzstreifen werden auch in den Städten und Gemeinden der Region Hannover immer häufiger an den Straßenrändern angelegt.
Sie sind durch weiß gestrichelte Linien auf der Fahrbahn und einem Piktogramm erkennbar. Für Radfahrerinnen und Radfahrer sind sie ein sicherer Bereich auf der Straße, weil sie besser wahrgenommen werden, ohne den Autoverkehr zu behindern.
Auch in der Stadt Burgwedel und der Gemeinde Isernhagen sollen innerorts an Kreisstraßen Fahrradschutzstreifen markiert werden. Die Region Hannover lädt deshalb Vertreterinnen und Vertreter der Ortspolitik, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 28. November 2017, 17.00 Uhr, Amtshof, Auf dem Amtshof 8, Burgwedel, ein.
Für den Fachbereich Verkehr nehmen als Referenten und Gesprächspartner Elke van Zadel, Conrad Vinken und Klaus Geschwinder teil. Es moderiert HAZ-Redakteur Bernd Haase.
Zum Hintergrund: Bereits seit dem 1. September 1997 sieht die Straßenverordnung das Radfahren auf der Fahrbahn als Regelfall vor.
Da viele deutsche Städte und Gemeinden diese Verordnung in den zurückliegenden Jahren jedoch nicht umgesetzt haben, stärkte das Bundesverwaltungsgericht Leipzig im Rahmen eines Grundsatzurteils vom November 2010 in Folge einer entsprechenden Klage die Rechte der Radfahrenden als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.
Das Gericht bestätigte, dass Radfahrende im Regelfall auf der Fahrbahn fahren müssen, und Kommunen nur im Ausnahmefall Radwege als benutzungspflichtig ausweisen dürfen. Auch in der Region Hannover führte dies zur Aufhebung der Benutzungspflicht auf zahlreichen innerörtlichen Radwegen und zur Schaffung alternativer Benutzungsangebote für Radlerinnen und Radler.