In Oldhorst verschwinden die Wertstoffcontainer

Den Müll entorgen auf dem Dorfplatz, direkt neben dem Wartehäuschen? Der Oldhorster Ortsrat war dagegen. (Foto: Renate Tiffe)

Ortsrat nicht einig bei den Abstimmungen

OLDHORST (ti). Noch stehen sie aufgereiht links vom Feuerwehrhaus an der Schillerslager Straße, drei Glascontainer und eine fahrbare Papiertonne. Aber in spätestens einem halben Jahr wird der gepflasterte Platz am Anfang des Feldweges geräumt sein. Dann wird es in Oldhorst keine Müllcontainer mehr geben.
Der Auslöser ist eine Verfügung der Stadt Burgwedel, nach der die Mülltonnen nur noch auf eigenem auf Grund und Boden stehen dürfen. Auf diese Weise sollen die regelmäßigen Ausschreibungen zur Entleerung der Tonnen vermieden werden. Als neuen Standort sollten die Container einen Platz direkt anschließend an das Wartehäuschen auf dem Dorfplatz erhalten. Dagegen wehrte sich der Ortsrat.
Soeben war durch die Trockenlegung des Löschteiches eine zusätzliche Fläche gewonnen worden, auf der sich gut feiern ließe, wie Ortsbürgermeister Thorsten Rieckenberg meinte – beispielsweise im nächsten Jahr, wenn der kleinste Burgwedeler Ortsteil seine 700-Jahrfeier begehen wird.
Verständlich ist, dass die Oldhorster nicht unbedingt neben einem Müllplatz ihre repräsentativen Veranstaltungen abhalten wollten. Bei der Abstimmung gab es neben den zwei CDU-Stimmen allerdings eine Gegenstimme und eine Enthaltung aus der SPD.
Der von der CDU vorgeschlagene Ersatzplatz am Engenser Weg fand dann keine Zustimmung mehr im Ortsrat. Das Patt bei jeweils zwei Stimmen aus CDU und SPD führte zur Ablehnung dieses Standorts. Er sei verkehrstechnisch schwer zu erreichen, führte SPD-Ortsratsfrau Ilse Kuckelkorn aus. Inzwischen hat der Rat der Stadt die Entscheidung des Ortsrates bestätigt.
Den Einwohnern von Oldhorst wird nichts anderes übrig bleiben, als ihren Abfall an der nächsten Stelle in Thönse oder Großburgwedel zu entsorgen. Es dürfte sich im wesentlichen um Glas handeln, weil aha ja für Papier eigene Tonnen auf den Grundstücken zur Verfügung stellt.
Die Entsorgung in den Nachbarorten sei nicht zu umständlich, gaben die Jüngeren unter den Zuhörern an, weil man oft sowieso dorthin mit dem PKW unterwegs sei. Die Älteren sahen darin trotzdem ein Problem.