IGS-Schulleitung: „Die Agora der Schule ist identitätsstiftend“

Die Agora der Oberschule und IGS Burgwedel darf nur mit maximal 199 Personen besetzt werden. Durch die zukünftigen Umbaumaßnahmen sollen Veranstaltungen mit bis zu 400 Personen ermöglicht werden. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Stadt Burgwedel stellt 305.000 Euro für Aufwertung zur Verfügung

BURGWEDEL (bgp). Weitgehende Einigkeit herrschte im Schulausschuss der Stadt Burgwedel zum Tagesordnungspunkt „Baumaßnahme in der Agora der IGS“.
Die Agora erfülle in ihrer bisherigen Form nicht mehr die Voraussetzungen für eine Versammlungsstätte im Sinne der Versammlungsstättenverordnung, Umbaumaßnahmen seien nötig.
Bernd Hofmann, stellvertretender Schulleiter der Oberschule/IGS Burgwedel, schilderte in der Sitzung des Schulausschusses das Dilemma: „Wir haben eigentlich eine sehr schön hergerichtete Agora, können aber gar nichts mehr machen. Die Einschränkung auf 199 Personen engt unser Schulleben sehr ein“. Insbesondere Einschulungen und Schulabschlussfeiern sowie Weihnachtsfeiern seien im eigenen Schulgebäude nicht mehr möglich, da die Zahl von 199 Personen deutlich überschritten werde, so Hofmann.
Seit Inkrafttreten der Versammlungsstättenverordnung Anfang 2014 habe die Oberschule auf Ausweichmöglichkeiten zurückgreifen müssen, wie etwa die Aula des Gymnasiums oder im Sommer 2016 auf die Vier-Feld-Halle des Schulzentrums. Die Schulabschlussfeiern seien jedoch oft zum gleichen Termin, sodass die Aula des Gymnasiums nicht immer zur Verfügung stehe, eine Teilung der Feiern wurde ebenfalls kritisch beurteilt, so der Tenor.
Alina Dancev besucht die zehnte Klasse der Oberschule und warb als Schülersprecherin um Verständnis für die Notwendigkeit der Baumaßnahmen: „Ich bin schon traurig, dass wir den Schulabschluss nicht in unserer Schule feiern können“. Sie stieß damit offene Türen ein, denn der Schulausschuss folgte der Argumentation der Schulleitung von Oberschule und IGS, dass eine aufgewertete Agora für zweihundert bis vierhundert Personen eine sinn- und identitätsstiftende Einrichtung sei.
305.000 Euro werden für eine adäquate Lüftungsanlage sowie eine Anpassung an die aktuellen Brandschutzvorgaben der Agora in den Haushalt 2017 aufgenommen. Ein großer Teil des bisherigen Stuhllagers hinter der Bühne wurde bereits ausgelagert, der Verbleib des restlichen Teils ist geklärt, weitere Baumaßnahmen oder Kosten fielen dafür nicht an, so Christian Möhring vom Amt für Finanzen und Gebäudewirtschaft. Die Gesamtkosten seien auf dem jetzigen Stand nach bestem Wissen und Gewissen seriös geschätzt worden.
Möhring wies darauf hin, dass im Verlauf der Baumaßnahmen möglicherweise weitere Kosten durch äußerlich nicht sichtbare Schäden entstehen könnten, die dann behoben werden müssten. Das hielt den Ausschuss jedoch nicht davon ab, sich einstimmig für den Ausbau der Agora auszusprechen.