IGS – neue Chancen für Isernhagen und Burgwedel?

Bündnis will Ende des Jahres neuen Antrag stellen

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (r/hhs). In diesen Tagen werden die Viertklässler an den weiterführenden Schulen angemeldet. Hier wird sich zeigen, ob sich der Trend der vergangenen Jahre weiter feststellen lässt, dass die IGS nach wie vor eine beliebte Schulform ist. Neben der IGS Langenhagen und der IGS Wedemark wird auch die neue IGS Bothfeld Anmeldungen von Schülern aus Isernhagen und Burgwedel erhalten, heißt es in einer Mitteilung des Bündnisses für eine IGS in Isernhagen/Burgwedel e. V.

Ende vergangenen Jahres wurde in Isernhagen der Antrag der SPD auf Befragung des Elternwillens zum Thema „Welche Schulform für unser Kind ab Klasse 5“ knapp abgelehnt. Das Bündnis für IGS Isernhagen/Burgwedel e.V. war und ist sich sicher, dass es allein schon in Isernhagen mehr Interessierte als die derzeit noch erforderlichen 120 Schüler pro Jahrgang geben wird, wenn die Haupt- und Realschule in der IGS aufgingen. Viele der anwesenden politischen Vertreter waren allerdings der Meinung, dass die Befragung keinen Sinn mache, da die gesetzlichen Vorgaben sowieso nicht zu realisieren seien. Hier scheint sich durch den politischen Wechsel in der Landesregierung das Blatt zu wenden. Die neue Koalition will kurzfristig eine Lockerung durchsetzen. Somit wäre es auch in ländlichen Regionen ohne Probleme möglich, neue IGS´en zu gründen.
Knapp 70 Eltern aus Burgwedel und Isernhagen haben zum Halbjahreszeugnis den Wunsch angegeben, ihr Kind an einer IGS anzumelden. Schon im Februar zeichnete sich erneut ab, dass Eltern der Schullaufbahnempfehlung nicht folgen wollen. Hier werden gerne Schulformen mit einem höheren Abschluss gewählt bzw. IGS´en, von denen sich die Eltern erhoffen, dass die Schullaufbahn länger offen bleibt. Ebenso zeigte die Trendmeldung aus Isernhagen, dass die Hauptschule und Realschule um ihre Schüleranmeldungen zittern müssen. Von 97 Schülern, die für die Haupt- bzw. Realschule empfohlen wurden, wollten die Eltern nur 42 Kinder an diesen Schulen anmelden, für die Hauptschule gab es lediglich 4 Interessenten. Nun bleibt abzuwarten, wie die tatsächlichen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2013/14 aussehen.
Das Bündnis für IGS Isernhagen/Burgwedel e.V. begrüßt die Überlegungen zur Gesetzesänderung und verfolgt mit Spannung die Diskussionen zur Schulpolitik. Ende diesen Jahres ist es möglich, dass in Isernhagen erneut ein Antrag auf Elternbefragung gestellt werden kann. In Burgwedel wird abgewartet, bis verbindliche Rechtsgrundlagen vorliegen. Interessierte Eltern und Elternvertreter sind herzlich eingeladen, mit dem Bündnis Kontakt aufzunehmen.