IGK in ruhigem Fahrwasser

Souverän leitete der neue IGK-Vorsitzende Stefan Müller (rechts), unterstützt von Klaus Bierbaum (links), die erste Mitgliederversammlung nach der Krise.
 
Personalie: Mirco Friede (rechts) zieht es beruflich nach Celle. Sein Amt als IGK-Schriftführer übernimmt Ursula Lohr.

Neue Ideen sollen bei einem Stammtisch diskutiert werden

Von Birgit Schröder

GROSSBURGWEDEL. Souverän und gut strukturiert leitete der neue IGK-Vorsitzende Stefan Müller, tatkräftig unterstützt von seinem Vorstandskollegen Klaus Bierbaum, die erste Mitgliederversammlung nach der Krise.
Gleich zu Beginn bat Müller um eine Schweigeminute für den verstorbenen Klaus Hoffmann. Der langjährige Geschäftsführer der „Burgwedeler Nachrichten“ und des „Marktspiegels“ war einer der Mitinitiatoren, Gründungsmitglied, früherer Vorsitzender und Unterstützer der Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute. „Ohne ihn“, betonte Stefan Müller, „gebe es die IGK vielleicht nicht.“
„Wir haben bei Amtsantritt versprochen, uns als erstes ums Stadtfest zu kümmern und das haben wir getan“, eröffnete Müller den Tätigkeitsbericht. Die neue Handwerker-Ecke sei auf große Resonanz gestoßen und habe auch für den ein oder anderen Auftrag gesorgt, bilanzierte der IGK-Chef.
„Ziehen Sie ihren Nutzen daraus“, forderte Müller die Mitglieder auf: „Wir bringen Ihnen Tausende von Menschen vor die Tür. Präsentieren Sie sich, locken Sie die Besucher in Ihr Geschäft und zeigen Sie, was Sie können.“
Das Leistungsspektrum nach außen tragen ist der Weg, den die IGK unter dem neuen Vorstand eingeschlagen hat. Erstes Ergebnis: Ein in 5000er-Auflage gedruckter Flyer, der auf der einen Seiten die IGK-Veranstaltungen für Burgwedel auflistet und auf der Rückseite die Logos aller IGK-Mitglieder, die im Jahreslauf für die Finanzierung von Stadtfest, Weihnachtsmarkt, Burgwedel meets Music und in diesem Jahr auch wieder „Jazz unter Sternen“ sorgen.
Auch die Kassenbilanz konnte sich sehen lassen. Die gestiegenen Kosten durch die Finanzierung eines Festveranstalters wurden durch die Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen, Standgebühren und Los-Preisen weitgehend aufgefangen. Beim Weihnachtsmarkt habe sich auch die Stadt Burgwedel finanziell engagiert und über weitere Unterstützung sei man mit Bürgermeister Axel Düker bereits im Gespräch.
Auch die von den Mitgliedern beschlossene Satzungsänderung verdeutlicht den neuen Weg der IGK. In Paragraph 2 heißt es nun: „Zweck des Vereins ist, seine Mitglieder (Gewerbetreibende, Handwerker, Industrielle, Freiberufler) in jeder Weise in den geschäftlichen Interessen zu unterstützen sowie das gesellige Leben in Burgwedel zu fördern, um die Stadt attraktiver zu machen.“
Diese Aufbruchstimmung innerhalb der IGK signalisiert nicht nur der neue Flyer auch der beliebte „Jazz unter Sternen“ und das „Bunte Burgwedel“ sollen wiederbelebt weden. Allerdings mit einem langen Einkaufssamstag anstelle des Sonntags, um eine Auseinandersetzung mit der Gewerkschaft Verdi zu vermeiden.
Die Idee den langen Samstag am „Kunst in Burgwedel“-Wochenende am 26./27. Mai zu terminieren, führte zu heftiger Gegenwehr bei KiB-Organisator Karlheinz Schridde. Es gebe einen Beschluss der Künstler, sich die Aufmerksamkeit der Besucher nicht mit dem Kommerz, der mit so einer Veranstaltung einher gehe, teilen zu wollen. Das KiB-Wochenende sei tabu, forderte Schridde vehement.
Diese Aussage führte zu leichten Irritationen bei den Kaufleuten. Doch bevor eine Auseinandersetzung darüber erfolgte, warum sich die Geschäftsleute nach den Künstlern richten sollten, leitete Stefan Müller souverän zum nächsten Thema über.
Vorstandsmitglied Klaus Bierbaum präsentierte zahlreiche Anregungen, die schon im April auf einem Stammtisch diskutiert werden sollen. Hierzu zählen die Harmonisierung der Öffnungszeiten und ein bessere Vermarktung der zahlreichen kostenlosen Parkplätze in der Stadt.