IGK blickt auf erfolgreichen Weihnachtsmarkt zurück

An Besuchr kein Mangel: Die Wiederbelebung des Großburgwedeler Weihnachstmarkts mit höherem Anteil an Kunsthandwerkern ist gelungen.
 
Es ist immer wieder faszinierend, wenn Puppenspieler Heinz Lauuenburger seine kleinen Gäste in seinen Bann zieht.

Mehr Kunsthandwerker: Neue Konzeption hat sich bewährt

GROSSBURGWEDEL (hhs). Der Vorstand der Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute IGK hat allen Grund, über alle am Weihnachtsmarkt Beteiligten einen ganz großen Eimer voll Lob auszugießen. Was der Vorsitzende Karlheinz Schridde im vergangenen Jahr noch vorsichtig begonnen hatte unter der Überschrift „Wiederbelebung des Großburgwedeler Weihnachtsmarkts“, das hat in diesem Jahr schon voll eingeschlagen. Schridde und seine Vorstandskollegen hatten so etwa 35 Kunsthandwerker motivieren können, an dem Markt teilzunehmen. In einem Zelt waren die meisten von ihnen untergebracht und damit einigermaßen geschützt vor den Unbilden des Wetters.
Schon am Freitagabend war die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt prima. Die Tombola, bei der es wieder eine Menge Weihnachtsgänse und weitere tolle Hauptpreise zu gewinnen gab, entwickelte sich an diesem Abend gleich zu einem vollkommen unerwarteten Spaßfaktor. Eine Burgwedelerin, Mutter einer etwa 20-jährigen Tochter, schlenderte gemeinsam mit dieser über das Budenrund. An der Losbude der IGK legten sie einen Halt ein, kauften ein paar Lose. Die junge Frau wurde etwas weiß um die Nase, erinnerte sich eine Zeugin der Szene. „Ich habe eine Gans gewonnen“, entgegnete sie. „Aber ich bin Vegetarierin!“ Die Mutter wußte Rat: „Ich bin nicht Vegetarierin“, sagte sie und verstaute den traditionellsten aller deutschen Weihnachtsbraten in einer Tragetasche. Dann pulten sie die übrigen Lose frei. „Ich habe noch eine Gans gewonnen“, sagte die Tochter noch einmal. Mehr Glück geht eigentlich kaum bei einer Tombola, auch wenn man Vegetarierin ist.
Im Kunsthandwerkerzelt fand sich eine überraschende Bandbreite an Angeboten. Es gab liebevoll präsentierten Trödel, Handarbeiten, Gestricktes und Gehäkeltes, Puppen, Kissen, handgeschöpfte Seifen, Blumengestecke, Kerzenhalter, geschmackvolle Papierdekorationen für die Weihnachtstafel und vieles mehr. Hervorheben muss man auch, dass allein schon der hübsche Zeltschmuck für sich eine Augenweide war.
Zwischen Kettenkarussell und Losbude drehte der Weihnachtsmann seine Runden. Es war für den armen Mann im roten Outfit wirklich nicht leicht, mit den jüngsten Besuchern ins Gespräch zu kommen. Das knapp zwei Meter große Weihnachtsmann-Exemplar war vielleicht ein wenig zu imposant geraten. Wenn der Mann sich vor den Kindern hinkniete, war er immer noch doppelt so groß wie sie. Nur die ganz Mutigen griffen schnell zu, wenn die Hand des Weihnachtsmanns irgendetwas aus dem Gabensack hervor gefingert hatte, eine Clementine oder etwas Süßes. So wurden viele Erstbegegnungen mit dem Mann für die Kleinen zu richtigen Mutproben.
Und ein traditionelles Highlight folgte noch am Sonntag: Heinz Lauenburger, der Puppenspieler, hatte wieder die Einladung der Burgwedeler Nachrichten angenommen und begeisterte seine kleinen Fans mit drei Vorführungen. Jedes mal hieß es „ausverkauftes Haus“, wenn Lauenburger die Abenteuer des Kasper und seines Hundes Wuschel, begann. Und es war genau so, wie sich Kinder das vorstellen: Der Böse Räuber verliert. Kasper, Wuschel und der Herr Polizist gewinnen. So schön kann Theater sein!