Hunderte strömten am Wochenende zu „Kunst in Bewegung“

Wunderbare Impressionen von der Küste konnten in den vhs-Räumen im Amtshof bestaunt werden.

Große Resonanz auf das zehnjährige KiB-Jubiläum

BURGWEDEL (bs). Das 10. Mal „Kunst in Bewegung“ lockte am Wochenende hunderte Besucher zu den Ausstellungsorten in Großburgwedel und Thönse. Fast schien es so, als hätten sich viele vorgenommen, das vor zwei Jahren Versäumte nun nachzuholen.
Bereits am Samstag, den Erfahrungen vergangener Jahre zufolge, immer ein „KiB-Tag“ mit nur mäßiger Resonanz, machten sich jede Menge Kunstinteressierte zu Fuß, mit dem Fahrrad und natürlich mit dem Auto auf den Weg zu Malerei, Glaskunst, Objekten, Fotografie und natürlich Schmuck, den es in diesem Jahr in vielfältigen Angeboten zu bewundern gab.
Insbesondere die im Zentrum Großburgwedels angesiedelten Kunstschaffenden äußerten sich hoch erfreut über die zahlreichen Besucher, die vielfach die Gelegenheit nutzten, nicht nur die ausgestellten Werke zu bewundern, sondern auch Näheres über deren Entstehung zu erfahren.
Fotograf Michael Plümer, der erstmals mit seinen Fotos aus dem Projekt „Am Meer - stille Herbst- und Winterimpressionen von der Küste“ an Kunst in Bewegung teilnahm, stand begeistert Rede und Antwort. „Ich fotografiere ja auch schon viele Jahrzehnte“, kommentierte ein älterer Besucher voller Bewunderung, „aber dies hier ist echte Kunst, da muss man schon ein richtiges Auge für haben!“
Auch im Kirchenkreisamt drängelten sich die Besucher auf den Gängen. Die Bilder von Regine Hünermund, Freya M. Kern-Kuttner, Birgit Reichl, Wolfgang Börries Roggemann und Siegfried Schubert wurden rege besprochen, insbesondere die künstlerischen Entwicklungsstufen, die anhand der ausgestellten Werke nachvollziehbar waren. Hochzufrieden mit dem Interesse der Besucher zeigt sich auch in diesem Jahr wieder Schmuckdesignerin Astrid Voß, deren einzigartige Kreationen zu so manchem Kauf verführte.
Insgesamt 43 Kunstschaffende hatten bei „Kunst in Bewegung“ zur Werkschau geladen. Zehn Künstlerinnen und Künstler hatte allein die kleine Ortschaft Thönse aufzubieten. In und rund um die Kapelle Thönse, auf dem Hof Müller und auf dem Hof Feldmann gab es in wunderschönem Ambiente sehenswerte Objekte und große Kunst zu bewundern.
Das Ausnahmetalent Marc Grunwald mit seinen aufsehenerregenden Acrylbildern auf Leinwand und Karton sorgte auf dem Hof Müller für Bewunderung. Ausdrucksstark, abgründig und tiefe Einblicke in die Seele bietend, ließen die Bilder keinen Besucher unberührt.
Auch Kornelia Quaritsch und Martina Heina auf dem Hof Feldmann zeigten beeindruckende Kunst. Geheimnisvolle Licht-, Form- und Farbspiele sowie reizvolle Zufallsperspektiven aus der Welt der Druckgrafik ernteten viel Bewunderung.
Eine ganz andere Art des Erlebens von Kunst bot in und vor der Thönser Kapelle die Bildhauerin Silvia Withöft-Foremny: Hier hieß es „Berühren ausdrücklich erwünscht.“ Das Fühlen des meisterhaft behauenen Steins ist eine besondere sinnliche Erfahrung. Wer die Objekte der Künstlerin „erfasst“ lernt dabei, dass Steine nicht nur hart und kantig sind, sondern auch weich und warm.