Hoppenstedt: Südlink-Trasse ab Fuhrberg nach Osten verlagern

V.l.: Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD), Rainer Fredermann und Editha Lorberg (beide MdL CDU), Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya (CDU), Burgwedels Bürgermeister Axel Düker (SPD), Dr. Hendrik Hoppenstedt (MdB CDU) und Helge Zychlinski (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Wedemark. (Foto: Hans Hermann Schröder)

TenneT: keine offensichtlichen Gründe gegen Alternativkorridor

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (hhs). Der hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) ist einer der wenigen Glücklichen, dessen Anregungen zur Stromtrasse Südlink nun vom Netzbetreiber TenneT beantwortet worden sind.
Hoppenstedt hatte zwei Anfragen zu Trassenalternativen, einmal entlang der Bundesautobahn A7, zum anderen eine Verlagerung der Trasse etwa ab Fuhrberg nach Osten entlang der Wulbeck, durch den Hastbruch, an Ramlingen vorbei und dann nördlich der Windräder in der Gemarkung Schillerslage die Anbindung an den bisher geplanten Trassenverlauf. TenneT hat den Vorschlag entlang der A7 verworfen. Insbesondere in Isernhagen FB gebe es auch für eine Erdverkabelung nicht ausreichend Raum zwischen Trasse und Bebauung. Die Verlagerung ab Fuhrberg nach Osten allerdings sei denkbar.
„So tangiert die Alternative östlich von Fuhrberg Brutgebiete in den Randbereichen. Ferner würde der veränderte Trassenverlauf die Streckenführung des Trassenkorridors verlängern. Basierend auf dieser ersten Einschätzung sprechen zunächst keine offensichtlichen Gründe gegen den von Ihnen vorgeschlagenen Alternativkorridor“, schreibt TenneT.
Diese neue Entwicklung wurde in einer Gesprächsrunde der Bürgermeister der betroffenen Kommunen und der Abgeordneten aus diesem Bereich am Donnerstagmorgen besprochen. Die Reaktionen gerieten ganz unterschiedlich. Zufriedenes Schmunzeln im Gesicht von Helge Zychlinski, dem Bürgermeister der Gemeinde Wedemark. Seine Kommune würde auch bei der Ostverlagerung nicht beeinträchtigt. Verhaltene Freude bei Burgwedels Bürgermeister Axel Düker (SPD). Er gab zu bedenken, dass etwa 10.000 Burgwedeler Einwohner von der Trasse betroffen wären, werde sie so, wie von TenneT bisher geplant gebaut. Die Stadt werde Hoppenstedts Alternativvorschlag prüfen. Der Eingriff in die Natur sei zwar gewaltig, aber dann müsse man in einem ernsthaft geführten Abwägungsprozess Entscheidungen finden.
Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) wollte sich mit der Alternative noch nicht anfreunden. „Eine Trassenvariante, die die Stadt Burgdorf stärker belastet als bisher geplant, kann für uns nicht infrage kommen“, sagte er. Das ist nicht sehr verwunderlich, denn Baxmann plant für Montag, den 28. August eine gemeinsame Informationsveranstaltung der Stadt Burgdorf mit TenneT und der Bundesnetzagentur zur „Höchstspannungsleitung Südlink“. Sie findet von 19.00 bis 21.00 Uhr im Ratssaal des Schlosses, Spittaplatz 5 in Burgdorf statt.
Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya will sich noch nicht endgültig zur Trasse positionieren. Er will die Veranstaltung am 28. August abwarten. Für Isernhagen brächte die Ostverlagerung ohnehin keine Veränderung der jetzt schon anstehenden Probleme. Südlich der A 37 laufe die Trasse durch FFH-Gebiete Isernhagens. Dazu müsse noch eine Alternative gefunden werden, so Bogya.