Hohe Ehrung für Marieluise Steinlen von der Ortsfeuerwehr

Marieluise Steinlen wird für ihren langjährigen Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel mit der Niedersächsischen Feuerwehr-Ehrenmedaille ausgezeichnet. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger (rechts) ehrt seinen scheidenden Stellvertreter Ingo Motl. Dahinter der neue stellvertretende Ortsbrandmeister Tibor Biczòk. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kameraden wählen Tibor Biczòk zum stellvertretenden Ortsbrandmeister

GROSSBURGWEDEL (hhs). Wenn die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel zu ihrer Jahreshauptversammlung einlädt, dann ist die Mehrzweckhalle der Grundschule immer gut gefüllt. Diese Ortsfeuerwehr, der Stadt einzige Schwerpunktwehr, ist die größte und Mitgliederstärkste in Burgwedel. Und sie hat allein beinahe ebenso viel zu tun wie alle anderen Wehren zusammen. Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger legte in seinem Bericht wieder eine eindrucksvolle Bilanz vor.

Zum Jahresende 2012 habe die Wehr insgesamt 541 Kameraden geführt, davon 76 Kameraden in den beiden Zügen, 30 Aktive im Musikzug, 19 Jugendliche in der Jugendwehr, 391 Freunde der Wehr, einen passiven Kameraden und 24 Kameraden in der Altersabteilung. Die über das Jahr verteilten Aktivitäten der Wehr außerhalb von Einsatzgeschehen und Übungsdiensten sind vielfältig gewesen.
Das Feuerwehrjahr beginnt immer mit der Jahreshauptversammlung, dann folgen die Kommandositzungen, das Fischessen mit 220 Teilnehmern in 2012, Teilnahme am Schützenfest, Stadtfeuerwehrtag, Laternenumzug, Herbstversammlung, in 2012 das 40. Jubiläum der Jugendfeuerwehr, die beliebte Veranstaltung „Musik unterm Weihnachtsbaum“, Skat- und Doppelkopfturnier, Stadtfest und schließlich der Weihnachtsmarkt.
Insgesamt 90 Mal wurde es ernst für die Kameradinnen und Kameraden der Großburgwedeler Wehr. Sie mussten zu 24 Klein- und Entstehungsbränden der Kategorie A ausrücken. Elf Alarme davon wurden von Brandmeldeanlagen ausgelöst. Hinzu kamen sechs Kleinbrände der Kategorie B, vier Mittelbrände, zwei Großbrände, eine Alarmübung, neun Brandsicherheitswachen und 43 technische Hilfeleistungen. Zweimal wurde die Wärmebildkamera der Feuerwehr Großburgwedel zu Einsätzen im Stadtgebiet Burgdorf angefordert. Insgesamt haben die Aktiven der Wehr bei diesen 90 Einsätzen 1.352 Dienststunden geleistet.
Der Ausbildungsstand seiner Kameradinnen und Kameraden sei gut, so Rüdiger. In 2012 hätten Mitglieder der Wehr an zwölf unterschiedlichen Lehrgängen und Seminaren teilgenommen. Insgesamt hätten die Aktiven im vergangenen Jahr 14.274 Dienststunden geleistet. „Dies entspricht 1.780 Arbeitstagen mit jeweils acht Stunden Arbeit von acht Vollzeitkräften“, verglich es der Ortsbrandmeister. Zum Feuerwehrmann des Jahres wurde Hauptbrandmeister und Ehren-Ortsbrandmeister Manfred Döpke ernannt.
Schließlich standen Wahlen an. Ingo Motl war vom Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters zurückgetreten. Er soll stellvertretender Stadtbrandmeister werden. Sein Nachfolger wurde Tibor Biczòk, bisher Leiter der Abteilung Atemschutz in der Wehr. Auch sein Nachfolger wurde neu gewählt, es ist jetzt Jörn Neber. Peter Dudeck ist jetzt Leiter des Vergnügungsausschuss I, Dirk Mackenrodt leitet den Vergnügungsausschuss II.
Es folgten die Beförderungen: Tommy Wagner wurde zum Feuerwehrmann ernannt und verpflichtet. Philipp Wöhler, Jörg Hendricks, Ralf Hulacz und Kai Alexander Büker wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert, Peter Jaeckel ist jetzt Hauptfeuerwehrmann. Christian Schulz ist jetzt Löschmeister. Timo Friedrich, Nicole Köhn, Imke Kutzner, Gundl Neumann und Jasper Rieckenberg wurden zu Feuerwehrmusikern befördert.
Schließlich die Ehrungen langjährig verdienter Mitglieder der Ortswehr: Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Carsten Tesch und Roman Kaste das Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes. Das Abzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Löschmeister Frank Feyerabend, aktiv im 1. Zug und Otto Hampe. Klaus Bade, Hauptlöschmeister im 1. Zug, erhält die Auszeichnung später. Ebenfalls später wird der Hauptbrandmeister der Altersabteilung und Ehrenortsbrandmeister Wilhelm Hanebuth seine ganz besondere Auszeichnung erhalten. Er ist seit 70 Jahren aktiv in der Ortsfeuerwehr Großburgwedel, war aber zum Zeitpunkt der Versammlung erkrankt.
Auf 25 Jahre Mitgliedschaft als Freunde der Wehr können zurückblicken: Albrecht Bietzker, Hilde Feyerabend, Peter Lückenotto, Manfred Müller, Bernhard Schallehn, Andreas Seifert, Helmut Thönessen und Karl Renz. 40 Jahre sind Wilhelm Dangers, Georg Ganski, Reiner Scholz, Peter Sickau und Claus-Wilhelm Warmbold dabei. Wilfried Möller erhielt seine Auszeichnung für 50-jährige Mitgliedschaft als Freund der Wehr.
Schließlich ein letzter Höhepunkt der Ehrungen: Marieluise Steinlen erhielt die Niedersächsische Feuerwehr-Ehrenmedaille. In seiner Laudatio führte Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger aus, sie habe mehr als 40 Jahre auch über den Tod ihres Mannes hinaus Förderung und großes Engagement für die Feuerwehr Großburgwedel gezeigt.
Durch regelmäßige Geld- und Sachspenden ermögliche die Firma Steinlen Elektromotorenbau eine qualitativ hohe Ausbildung im Bereich der Musik und Jugendfeuerwehr. „Die Tageserreichbarkeit der Wehr wird durch fünf Mitarbeiter der Firma Steinlen aufrechterhalten. Ohne dieses der Feuerwehr freundlich zugewandtes Engagement wäre heute ein reibungsloser Einsatzdienst in der Tagschicht nicht gewährleistet. Frau Steinlen trägt mit ihrem Unternehmen maßgeblich zum Erhalt des Feuer- und Brandschutzes in Burgwedel bei“, so der Ortsbrandmeister. Darüber hinaus stelle die Firma Steinlen ihr Know-how der Feuerwehr jederzeit bei Bedarf zu Wartungs-, Reparatur- und Ausbildungszwecken unbürokratisch zur Verfügung. Stadtbrandmeister Leisenberg vollzog anschließend die Ehrung. Marieluise Steinlen bedankte sich herzlich. Sie werde sich weiterhin um die Förderung der Ortsfeuerwehr bemühen. Als sichtbares Zeichen ihrer Wertschätzung des Feuerwehrwesens überreichte sie der Ortswehr eine hochwertige Schmutzwasserpumpe. „Damit kann man problemlos vollgelaufene Keller leer pumpen“.