Hochspannung aus dem tiefsten Mecklenburg-Vorpommern

Der bekannte Krimiautor Arno Strobel las aus seinem aktuellen Buch und trug zwei Kurzgeschichten vor. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Thriller-Autor Arno Strobel zu Gast in Großburgwedel

GROSSBURGWEDEL (bgp). Eine Lesung der besonderen Art wurde den Besuchern in der Bücherei Großburgwedel geboten. Neben spannenden Auszügen aus seinem aktuellen Buch „Das Dorf“ bot Arno Strobel auch zwei Kurzgeschichten und viel Raum zum Fragen stellen.
Am Morgen hatte Autor Arno Strobel vor zwei Schulklassen aus seinen Büchern gelesen und wurde im Anschluss mit Fragen von den Jugendlichen nahezu gelöchert. Sie seien sehr interessiert gewesen, freute sich Jutta Busch von der Bücherei Großburgwedel über die sehr gute Resonanz.
Die Besucher, die sich später am Vormittag zur öffentlichen Autorenlesung einfanden, hatten ebenfalls großes Interesse am Werdegang des Autors und seiner Art, wie er Stoff für seine Bücher sammelt. Arno Strobel, der zunächst KFZ-Mechaniker und später IT-Experte wurde, hatte schon immer Lust zum Schreiben.
Seine frühe Leidenschaft lebt er nun seit vielen Jahren als hauptberuflicher Autor in Trier aus. Bei ihm habe sich durch die Tätigkeit als Autor die Sichtweise auf die Welt verändert, so Strobel. Während er früher auf einer Terrasse einen Kaffee getrunken habe und dann mit dem Gefühl gegangen sei, dass sich nichts Wesentliches ereignet habe, beobachte er mittlerweile ganz genau die Menschen. Aus diesen Beobachtungen entwickele er seine Geschichten, erläuterte der Thriller-Autor.
So habe er zunächst mit Kurzgeschichten angefangen und später sein erstes Buch geschrieben. Im Gegensatz zu den Büchern veröffentlicht Strobel seine Kurzgeschichten nicht, er liest sie nur vor. „Die bleiben nur den Besuchern meiner Lesungen vorbehalten“, sagt er lächelnd und gab dem Publikum mit zwei Kurzgeschichten das Gefühl, Teil einer besonderen Gemeinschaft zu sein.

Für seinen neuen Krimibestseller „Das Dorf“ recherchierte Arno Strobel in abgelegenen Ortschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Er habe extra die Zeit gegen Ende November dazu gewählt, um sich in die triste, graue und düstere Stimmung einzufühlen, die er für sein Buch über das Dorf benötigte, in dem sich mysteriöse Dinge ereignen.
Protagonist Bastian erhält einen mysteriösen Anruf seiner Freundin Anna, die ihn vor Wochen verlassen und sich seitdem nicht mehr gemeldet hatte. Einigen Sprachfetzen aus dem Telefonat, das nur bruchstückhaft empfangen wird, entnimmt er, dass sie in einem Dorf namens Frundorf festgehalten wird. Bastian macht sich umgehend auf die Suche nach ihr, da ihm die Polizei nicht wesentlich weiterhilft.
Der Thriller verspricht eine atmosphärisch dichte, sehr spannende Handlung mit eindrucksvollen Stimmungsbildern und Psychogrammen.