„Hier lernt die Jugend“

Schulleiterin Sandra Müller-Herzberg (l.) führte die Teilnehmer von „Burgwedel entdecken“ durch die Offene Ganztagsschule Wettmar. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Unterhaltsamer Rundgang durch die Offene Ganztagsschule Wettmar

WETTMAR (bgp). Eine spannende Geschichtsstunde erlebten die Teilnehmer des Rundganges durch die Offene Ganztagsschule Wettmar, zu dem der SPD-Ortsverein unter dem Motto „Burgwedel entdecken“ eingeladen hatte. Heidrun Schümer von der SPD empfing die Gäste vor der Schule und leitete über zu Schulleiterin Sandra Müller-Herzberg, die einen lebhaften Eindruck davon vermittelte, wie es in früheren Zeiten in der Wettmarer Schule zuging. „Hier lernt die zarte Jugend Frömmigkeit, Weisheit und Tugend“ zitierte sie die Inschrift auf dem Balken des ersten schriftlich nachweisbaren Schulhauses in Wettmar von 1712. Insgesamt vier Standorte gab es im Ort, von der ehemaligen Volksschule bis hin zur heutigen Offenen Ganztagsschule. Im Jahr 1953 wurde das erste Schulgebäude am jetzigen Standort errichtet und 1969 durch eine in Leichtbauweise errichtete „Pappschule“ erweitert, die durch einen Massivbau im Jahr 2004 ersetzt wurde. Der Schulhof wurde 1998 nach einem schweren Sturmschaden gemeinsam mit Eltern und Schulkindern neu gestaltet und instandgesetzt. Mittlerweile ist die Grundschule um eine multifunktionale Mensa und weitere Funktionsräume angewachsen, um die Anforderungen an moderne Schulen zu erfüllen.

Heute können sich Lehrkräfte, Eltern und Schüler freuen, denn die Klassenräume sind größer und die Klassenverbände mit maximal 26 Kindern im Vergleich zu früher wesentlich kleiner. Die Schulleiterin erklärte, dass nach dem 1845 erlassenen Gesetz des Königreichs Hannover bei mehr als 120 Schulkindern zur Unterstützung des Lehrers lediglich ein „Schulgehülfe“ beigeordnet und erst bei mehr als 200 Schülern eine zweite Schullehrerstelle eingerichtet worden sei.
Mittlerweile gibt es sogar extra Gruppenräume für jede Klasse, in denen beispielsweise Inklusionsschüler gesondert gefördert werden können oder in kleineren Gruppen gearbeitet werden kann. „Mich interessiert das Thema Inklusion ganz besonders“, begründet die ehemalige Sonderschullehrerin Gisela Hermanski ihre Teilnahme an dem Rundgang durch die Schule. Interessiert schaut sie sich die Klassenräume an und stellt fest, dass allein die größenverstellbaren Stühle und Tische heute viel praktischer sind als früher. Als Gegenstück prangt auf dem Flur noch ein Holztisch mit angebauter Bank, die immerhin schon zwei Rückenlehnen hat. Einschlafen war indes nicht möglich, denn die harte Lehne war so steil, dass die Schüler einfach gerade sitzen mussten.

Eine weitere Veranstaltung unter dem Motto „Burgwedel entdecken“ findet Samstag, 25. August 2018, von 10.00 Uhr bis ca. 12.00 Uhr statt. Die SPD Burgwedel lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Besichtigung des Logistikzentrums der Firma Fiege in Großburgwedel ein. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet die SPD bis zum 9. August 2018 um Anmeldung bei Karin Beckmann unter der Telefonnummer 05139/970579 oder per E-Mail an karin.beckmann@kabelmail.de.