Heinz Rudolf Kunze berührt

Heinz Rudolf Kunze in seinem Element. (Foto: Helmut Steinseifer)

Tolles Solo-Akustik-Konzert im Isernhagenhof

ISERNHAGEN F.B. (stei.) Er steht alleine auf der Bühne, nur umgeben von seinen Gitarren, einem Flügel und manchmal mit dem, wie er selbst sagt, ungeliebten Mundharmonika-Gestell. Was allerdings dann an Liedern und zur Auflockerung gebotenen Gedichten und Geschichten von Heinz Rudolf Kunze vorgetragen wird, ist schon erste Qualität.
„Ich möchte gerne John heißen,“ so seine Einführung in das Solo-Konzert im vollbesetzten Isernhagenhof.
Alle, aus denen was geworden ist, heißen John meinte Kunze. Mit lockeren Kurzgeschichten, die zwischen seinen Liedvorträgen humorvoll eingestreut wurden, ließen das generationsübergreifende Publikum auch nachdenklich werden. Doch überwiegend wurden seine Vorträge mit herzhaftem Lachen belohnt.
Die thematische Bandbreite der Geschichten und Gedichte reichte vom Krieg über Politik und Menschlichen fast alles, was im normalen Leben geschehen kann. Hits von damals wie „Mit Leib und Seele“ usw. wurden ebenso mit Applaus bedacht, wie seine neueren Kompositionen, die an diesem Abend in der Überzahl waren. Nach mehr als zwei Stunden live auf der Bühne kann man sagen, Heinz Rudolf Kunze, der bereits seit 37 Jahren mit seiner Musik begeistert, hat nichts von seiner Qualität verloren. Er ist mit den Jahren besser geworden.