Harm Hanebuth wurde in Oldhorst ausgezeichnet

Aus der Hand von Ortsbürgermeister Thorsten Rieckenberg (links) erhielten Harm Hanebuth (rechts) die Ehrenurkunde und seine Frau Thea (Mitte) einen Blumenstrauß. (Foto: Renate Tiffe)

Stets zur Stelle, wenn es im Dorf etwas zu tun gab

OLDHORST (ti). Im Rahmen der Ortsratssitzung in der vergangenen Woche wurde in Oldhorst Harm Hanebuth geehrt. Jeder im Dorf kennt ihn und sein Name hat weit über Burgwedels kleinsten Ortsteil hinaus einen guten Klang.
Es gebe in Oldhorst keine Ehrenbürgerwürde oder sonst eine Möglichkeit der persönlichen Ehrung. Es sei ihm jedoch wichtig, die Lebensleistung von Harm Hanebuth anzuerkennen, der sich um das Dorf verdient gemacht hat, sagte Ortsbürgermeister Thorsten Rieckenberg. Er überreichte einen Becher und einen Blumenstrauß an Ehefrau Thea für ihren Anteil an der Arbeit ihres Mannes.
Auf der Ehrenurkunde mit dem Wappen von Oldhorst wird die jahrzehntelange Tätigkeit für das Dorf hervorgehoben und die Vorbildfunktion, die Harm Hahnebuth damit ausgeübt hat. Er sei jederzeit ohne wenn und aber zur Stelle gewesen, wenn es im Dorf etwas zu tun gab, hob Riekenberg hervor. Unvergessen seien seine Orgelbegleitung, wenn in Oldhorst die Kirche stattfand, und seine Auftritte als Weihnachtsmann bei den Ortsfeiern.
„Ich werde doch erst im nächsten Jahr 85“, zeigte sich Hanebuth überrascht und dankte in seiner bescheidenen Art: „Ich lebe hier schön und wollte nach meinen Möglichkeiten dem Dorf etwas dafür wiedergeben“. Seine Familie ist seit 1974 in Oldhorst ansässig.
Harm Hanebuth wurde in Großburgwedel als Sohn eines Landwirts geboren und erhielt selbst eine landwirtschaftliche Ausbildung. Als der Hof aufgegeben werden musste, trat er in den Dienst der damaligen Gemeinde Burgwedel, wurde Hausmeister am Gymnasium und war danach für die Außenanlagen zuständig. Nebenerwerbslandwirt ist er immer geblieben. 1992 musste er seine Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.
Von der Familie geerbt hatte er das musikalische Gen. Mit 14 Jahren sang er im Kirchenchor, war jüngstes Mitglied im Männergesangverein „Concordia“ und später im Farster Chor, den er zeitweise auch geleitet hat. Mit Stolz erzählt er von seinen drei Kindern und sechs Enkeln, die weit verstreut in der Republik leben.