Halbe hauptamtliche Stelle für die Stadtfeuerwehr

Die Pflege der Atemschutzgeräte beansprucht die meiste Zeit bei den Gerätewarten. (Foto: Renate Tiffe)

Aufgaben des Gerätewarts nicht mehr ehrenamtlich zu bewältigen

GROSSBURGWEDEL (ti). Bereits im November 2011 hatte das Kommando der Burgwedeler Stadtfeuerwehr den Antrag auf eine hauptamtliche Stelle für den Gerätewart gestellt. Nach mehreren Beratungen gab jetzt der Feuerschutzausschuss grünes Licht für eine halbe Stelle. Sie soll am 1. Juli dieses Jahres besetzt werden, wenn der Verwaltungsausschuss (VA) und der Personalrat ihre Zustimmung gegeben haben.
Es sind die aufwendigen und zeitintensiven Wartungsarbeiten an den Geräten und Fahrzeugen sowie die Fahrdienste und verschiedenen Hausmeistertätigkeiten, die von den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten nicht mehr „nebenbei“ zu bewältigen sind. Für eine ordnungsgemäße Erledigung dieser Aufgaben, von denen immer auch die Sicherheit bei den Einsätzen abhängt, hatte der Stadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg dringend auf die Notwendigkeit einer solchen Stelle hingewiesen.
Zur Zeit teilen sich zwei ehrenamtliche stellvertretende Gerätewarte die Aufgaben beim Stadtkommando. Heiko Pöhner und Claus-Dieter Engling haben - so wie es der Feuerschutzausschuss gewünscht hatte - ein Jahr lang ihre Verrichtungen aufgelistet und sind auf eine Zahl von insgesamt 1.446, 50 Arbeitsstunden gekommen - was einer wöchentlichen Arbeitszeit von 27, 81 Stunden entspricht. Für die Funktion des Stadtgerätewarts hatte sich niemand zur Verfügung gestellt.
Die stellvertretenden Stadtgerätewarte waren überwiegend für die Schwerpunktfeuerwehr Großburgwedel und die Atemschutzpflegestelle sowie für die Ortsfeuerwehr Engensen tätig. In den anderen Ortsteilen werden die Arbeiten in und an den Feuerwehrgebäuden von Hausmeistern mit getätigt, die von der Stadt Burgwedel für Schulen und Kindergärten angestellt und gleichzeitig Feuerwehrmitglieder sind.
Für die beiden ehrenamtlichen Gerätewarte zahlt die Stadt eine Aufwandsentschädigung. Die Einrichtung einer Halbzeitstelle schlägt mit Bruttopersonalkosten von ca. 17.000 Euro jährlich zu Buche. Das sind 1.400 Euro monatlich. Die Stelle soll normal ausgeschrieben werden. Die Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker geht davon aus, dass nach der Zustimmung von VA und Personalrat im Mai die Stelle zum 1. Juli angetreten werden kann.
Nach mehr als einem Jahr waren die Fakten im Ausschuss soweit klar, dass die Entscheidung ohne Komplikationen verlief. Es ging um die Abgrenzung von Hausmeistertätigkeiten und feuerwehrtechnischen Arbeiten. Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt wies darauf hin, dass die Position organisatorisch mehr Möglichkeiten biete, welche noch von der Verwaltung ausgestaltet werden sollen. Bisher waren extreme Kosten durch externe Dienstleister entstanden. Vom Tisch war die von der Freiwilligen Feuerwehr ursprünglich beantragte Vollzeitstelle.
Kurz und bündig hatte der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, Lothar Urban, gefragt: wollen wir nun eine hauptamtliche Kraft für 20 Stunden? Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus.
Ebenso einstimmig hatten sie vorher für die Erweiterung der Atemschutzpflegestelle votiert und für die vorzeitige Anschaffung eines zweiten Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs - kurz HLF - dessen Kosten im Haushalt 2014 eingestellt werden sollen.