Gut 50 Teilnehmer bei NABU-Pilzseminar und -exkursion

Die Ausbeute an Pilzen war gut an diesem Morgen. Alle Pilzsammler hatten Pilze gefunden, in jedem Fall ausreichend, um davon ein schmackhaftes Mahl zuzubereiten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Pilzbeute wurde anschließend zubereitet und gemeinsam verspeist

BURGWEDEL (hhs). Das Pilzseminar und die Pilzexkursion haben sich in den vergangenen Jahren eines festen Platz im NABU-Veranstaltungskalender erarbeitet. Das Konzept, zunächst den theoretischen Unterbau für das nicht ganz ungefährliche Hobby „Pilzesammeln“ zu schaffen und erst anschließend den kleinen Leckereien in freier Natur nachzustellen funktioniert prima.
In der vergangenen Woche waren es etwa 50 pilzbegeisterte Naturfreunde, die sich vom Pilzexperten Horst Labitzke in die tieferen Weihen der Pilzwissenschaften führen ließen. Die Pilzexkursion fand am Donnerstag vergangener Woche statt, dem 3. Oktober und damit an einem Feiertag, an dem die meisten Naturfreunde auch Zeit haben zum Pilzsammeln. Niemand der etwa 50 Interessierten, die am Vorabend die Theorie gepaukt hatten, fehlte am nächsten Morgen, hatte Uwe Siemers vom NABU Burgwedel Isernhagen zufrieden festgestellt. Die Gruppe begab sich ins bewährte Sammelrevier, wo es auch schon in den Vorjahren immer eine Vielzahl unterschiedlicher Pilzarten und diese obendrein auch in ausreichenden Mengen zu finden gab.
Horst Labitzke erklärte in Kürze noch einmal das richtige Verhalten und den Transport der Pilzbeute. Gegen Mittag wollte man sich wieder am Parkplatz treffen. Und dann ging es los in den Wald, den sogenannten Sprill.
Gegen Mittag kamen die ersten Sammler wieder Richtung Parkplatz zurück. Alle hatten Pilze gefunden und das Gefühl erlebt, Beute gemacht zu haben. Strahlende Gesichter in der ganzen Gruppe, als die Sammler sich gegenseitig in die Körbe schauten. Dort fanden sich dann eine Menge Maronen, Steinpilze, „falsche“ aber dennoch schmackhafte Pfifferlinge und auch einige wenige echte Pfifferlinge. Dazu Täublinge, Rotkappen, Butterpilze, Birkenpilze und viele andere Arten mehr.
Schließlich waren beinahe alle Sammler wieder am Ausgangspunkt der Unternehmung angekommen. Nur einer fehlte noch: Horst Labitzke, der Pilzspezialist. Er hatte noch einen kleinen Umweg gemacht, um noch eine Krause Glucke zu finden. „Die sind sehr standorttreu“, sagte er, als er zurückkam. „Aber in diesem Jahre habe ich dort drüben, wo sie noch im vergangenen Jahr häufig vorkamen, keine einzige gefunden“, bedauerte er.
Beim gemeinsamen Treffen wurde zunächst die allgemeine Beute begutachtet. Nicht mehr gute aussehende Exemplare sortierte Labitzke gleich an Ort und Stelle aus. „Den leicht an gegammelten Steinpilz werfen Sie bitte gleich weg“, riet er einem Sammler. „Wenn wir den noch essen, bekommen wir zwar keine Pilzvergiftung aber mit Sicherheit eine Lebensmittelvergiftung“, schmunzelte er.
Anschließend begab sich die große Gruppe in die Küche der Seniorenbegegnungsstätte in Großburgwedel, um einen Teil der Pilzbeute unter fachkundiger Leitung zuzubereiten. Uwe Siemers hatte mit seinen NABU-Kollegen tags zuvor eingekauft. „Wir werden alle satt werden“, war er sich sicher. „Ich habe vorsichtshalber eine Menge Baguette eingekauft. Man weiß ja vorher nie, ob man überhaupt Pilze findet ...“.