Grundsteinlegung für das St. Marcus-Gemeindezentrum

Drei Hammerschläge -. mit der symbolischen Handlung, vollzog Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel den feierlichen Akt der Grundsteinlegung. (Foto: Renate Tiffe)
 
Rund 100 Besucher nahmen an der Grundsteinlegung teil. (Foto: Renate Tiffe)

Im Mittelpunkt von Wettmar entsteht ein Haus für alle

WETTMAR (ti). Ein großer Tag für die Kirchengemeinde von St. Marcus in Wettmar und für das ganze Dorf. Der Grundstein für das neue Gemeindezentrum wurde gelegt. Mehr als 100 Menschen, Gemeindeglieder wie auch Vertretungen aus der politischen Gemeinde folgten dem feierlichen Akt. In einer Zeit, in der mancherorts der Abbau einer Kirche als unumgänglich erscheint, wird in Burgwedel auf die Zukunft gebaut.
Vor den Augen der Gäste legte die Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel in eine Kupferkapsel die Urkunde und die Baupläne des Hauses sowie die Insignien der Zeit, Geldmünzen und die aktuellen Zeitungen mit dem Blatt der Kirchengemeinde. In einer aufwendigen Prozedur wurde die Kapsel verschlossen. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Günter Hennigs, und Vorstandsmitglied Heinrich Hoppe versenkten sie dann hinter dem großen Sandstein im Eingangsbereich des Gemeindehauses.
Eingemeißelt in den Stein ist die Losung für das Jahr 2013: Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die Zukunft suchen wir. Im Vertrauen auf Gott werde dieser Grundstein gelegt, sagte die Pastorin. Die Inschrift deute darauf hin, dass nichts stehen bleibe, dass die Menschen aber auch nicht in blinden Aktionismus verfallen dürfen. Wachgehalten werden müsse die Sehnsucht nach der Zukunft.
Ihre drei Hammerschläge und Gebete, vorgesprochen auch von Jugendlichen aus der Gemeinde, beschlossen die feierliche Zeremonie.
Am Anfang hatte Hennigs den Dank an alle Beteiligten ausgesprochen, besonders auch an die Architekten vom Mosaik-Architektenbüro aus Hannover und den unermüdlichen Koordinator des Bauprojekts, Carsten Timm. Als erster ergriff dann der Bürgermeister der Stadt Burgwedel das Wort. Mit der Kirche mitten im Dorf sei der Neubau von zentraler Bedeutung für Wettmar, hob Dr. Hendrik Hoppenstedt hervor. Er bestätigte der Kirchengemeinde, dass sie viel Mut aufgebracht habe für einen „richtig großen Wurf“. Zu dem 1,2-Millionen-Projekt will die St. Marcus-Kirche selbst 360.000 Euro beitragen. Die Stadt habe überlegt, wie sie helfen könnte, so Hoppenstedt. In der Verlegenheit, über keinen barrierefreien Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus zu verfügen, seien die Kirche und die politische Gemeinde „miteinander ins Geschäft gekommen“. 25 Jahre lang soll nun der Gemeindesaal einmal in der Woche öffentlich genutzt werden dürfen. Dafür trägt die Stadt mit 40.000 Euro, vorab als Mietvorschuss gezahlt, zu den Kosten des Neubaus bei. Die Kirche werde wieder Mittelpunkt des Dorfes sein. „Da gehört sie auch hin“. Das neue Gemeindezentrum solle „ein Haus für alle“ werden, betonte Reni Kruckemeyer-Zettel.
Im Kirchspiel Engensen-Thönse-Wettmar gebührte, streng nach dem Alphabet, Engensens Ortsbürgermeister Friedhelm Stein als nächstem die Gelegenheit zu einem Grußwort. Wettmars Ortsbürgermeister Michael Kranz schloss sich an, mit Gedanken über das Kirchspiel und dessen zukünftigem Haus. Er wünsche, dass darin gelacht und gestritten werde, dass Jung und Alt darin eine Heimat finden und alle miteinander reden könnten. Vor allem auch, dass das Ziel der Pastorin erreicht werde für eine gute Jugendarbeit. Für die AWO übereichte Lothar Urban „einen kleinen Umschlag“.
Für den ausgiebigen Imbiss nach der Feier hatten die Frauen der Kirchengemeinde mit einem reichlichen Angebot an Getränken und Schnittchen gesorgt. – Das Richtfest wird voraussichtlich schon im September begangen, berichtete Günter Hennigs.