Gründungsstifter und Menschen mit Zeit gesucht

Dr. Joachim Wegener (hinten Mitte) berichtete über Erfahrungen aus der Bürgerstiftung Isernhagen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Die Initiatoren (v. l.) Jürgen Zimmer, Michael Kranz und Ariane Gräfin Bethusy-Huc bilden den Interimsvorstand der in Gründung befindlichen Bürgerstiftung Burgwedel. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Gründung einer Bürgerstiftung in Burgwedel

GROSSBURGWEDEL (bgp). Ein Stab von mehreren Initiatoren kümmert sich bereits über einen längeren Zeitraum um die Gründung einer Bürgerstiftung in Burgwedel.
Seit etwa einem Jahr arbeitet der Interimsvorstand aus Jürgen Zimmer, Michael Kranz und Ariane Gräfin Bethusy-Huc intensiv daran, Gelder für die angestrebte Mindesteinlage des Stiftungskapitals zu generieren und weitere Gründungs- sowie Zeitstifter zu finden. Am vergangenen Donnerstagabend informierten Kranz und Zimmer im Rahmen eines Stammtisches im Restaurant Xenos über den Stand der Dinge. Ergänzt wurde die Runde durch Dr. Joachim Wegener, Vorsitzender der seit neunzehn Jahren bestehenden Bürgerstiftung Isernhagen.
Wegener berichtete aus seinen Erfahrungen in der Nachbargemeinde und hob im Austausch mit den Burgwedeler Kollegen drei Faktoren hervor: „Wichtig ist eine vertrauensvolle konstruktive Zusammenarbeit der Gremien. Verschwenden Sie keine Zeit und Ressourcen, verschleißen Sie sich nicht in Kleinigkeiten, sonst gibt es zu viel Reibungsverlust“. Diese Dinge gelte es zu beachten, da häufig nur wenige Personen vorhanden seien, um die Aufgaben zu übernehmen. Da die Bürgerstiftung Burgwedel sich zurzeit noch in der Gründungsphase befinde, sei es immens wichtig, Personen dezidiert in die Aufgabenverteilung einzubinden, betonte Wegener.
Ein Dutzend Gründungsstifter seien bereit, größere Beträge in die Stiftung einzubringen, teilten die Burgwedeler Initiatoren mit. Bisher seien zwölftausend Euro generiert und weitere Beträge in Aussicht gestellt worden. Der Interimsvorstand sucht nun weitere Gründungsstifter, welche die Geschicke der Bürgerstiftung Burgwedel zukünftig mitgestalten möchten. Bis zum Jahresende besteht die Möglichkeit, mit einer Mindesteinlage von 1 000 Euro Gründungsstifter zu werden. Dieser Status umfasst ein lebenslanges Stimmrecht in der Stiftungsversammlung zur Wahl des Stiftungsrates ebenso wie die Einbindung bei Satzungsänderungen.
"Man braucht gute Projekte, das ist die beste Motivation", ergänzte Wegener und ermutigte die Mitstreiter in Burgwedel, mit sinnvollen Ideen ein hohes Spendenaufkommen zu generieren. Zwei Projekte hat der Interimsvorstand der Bürgerstiftung Burgwedel bereits auf dem Plan stehen. Mit der Auslobung des "Sue Ryder Preises" sollen junge Menschen zu Selbstvertrauen und Zukunftshoffnung ermutigt werden, ihre gegenseitige Achtung und Toleranz sollen gefördert werden. „Der Preis soll an Jugendliche ab 14 Jahre vergeben werden, welche Zivilcourage bewiesen oder soziale Verantwortung übernommen haben“, so Zimmer.
Als zweites Startprojekt steht ein täglich geöffnetes "Haus der Kultur" auf dem Plan, in dem kulturelle Angebote für alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen stattfinden sollen. Dabei ist an Lesungen, besondere Filme und Kleinkunst bis hin zu Workshops für Jugendliche oder einen Philosophischen Salon gedacht. Ein im Haus untergebrachtes Bürgerarchiv zur Sicherung der Materialien, welche aus einem Privatbesitz für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden sollen, ist als weitere Option gedacht.
Um die Stiftung endgültig gründen zu können und die Projekte vor Ort zu realisieren, werden Engagement sowie zeitliche und finanzielle Unterstützung aus der Bürgerschaft benötigt. Wer sich informieren möchte, kann zum nächsten Stammtisch am 21. September 2017 im Restaruant Xenos (Dr.-Albert-David-Straße 19 in Großburgwedel) kommen oder sich per E-Mail an die Organisatoren der Bürgerstiftung Burgwedel wenden: j.zimmer@buergerstiftung-burgwedel.de.