Großes Interesse zum Tag der offenen Tür in der Diakoniestation

Es war ein Kommen und gehen beim Tag der offenen Tür in der Diakoniestation Burgwedel. Die Mitarbeiterinnen freuten sich über sehr viele gute Beratungsgespräche. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mitarbeiterinnen konnten zahlreiche Beratungsgespräche führen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Mit einem Tag der offenen Tür hat die Diakoniestation Burgwedel ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Langjährige Freunde fanden sich an dem Montag ein, viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, denen die Schwestern der Diakoniestation schon einmal in prekären Situationen geholfen hatten, und auch einige Neugierige, die sich nur einmal zwanglos und in Ruhe informieren wollten über die Möglichkeiten der Pflege im Rahmen der christlichen Nächstenliebe. Die Diakoniestation Burgwedel ist in Vereinsform organisiert. Vereinsvorsitzende ist Renate Brockhaus, Bettina Wohlbier ist für die Pflegedienstleistung zuständig und Margret Brill ist Geschäftsführerin in der Pflege. Die drei Damen kümmerten sich am Tag der offenen Tür um ihre Gäste.
Viele Informationen hatten sie vorbereitet, über den Verein, das Personal, die Grundsätze der diakonischen Pflege und zu den Arbeitsabläufen in der alltäglichen Pflege. Natürlich kam das leibliche Wohl nicht zu kurz: Kaffee, Tee, Häppchen, Kekse Kuchen. Unten in der Diele waren damit beste Rahmenbedingungen für gute informative Gespräche gegeben. Und diese entwickelten sich so, wie es sich alle gewünscht hatten. Die Besucher strömten nicht scharenweise in das Haus der Diakonie, es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen, bei dem keinerlei Hektik zu spüren war.
Die ersten Gäste kamen schon eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung. Margret Brill wunderte das nicht allzu sehr: „Natürlich lassen wir niemand eine Stunde vor der Tür stehen“, schmunzelte sie. „Wir haben eingeladen, uns kennenzulernen und bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger sollen sehen, dass hier eine starke kirchliche Pflegeeinrichtung entstanden ist, die jeden Tag 21 Mitarbeiterinnen täglich auf Pflege fahren lässt und ständig zwischen 135 und 150 pflegebedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger betreut.“
Die Resonanz auf den Tag der offenen Tür bei der Diakoniestation sei sehr gut gewesen, erklärte Margret Brill im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. „Es sind sehr viele Patienten bei uns gewesen, Angehörige, Ehrenamtliche und auch einfach nur Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit denen wir noch nie etwas zu tun hatten, die nur einmal hineinschauen wollten. Wir konnten viele gute Beratungsgespräche führen, die sich gut über die Zeit verteilen ließen“.
Immer wieder wurden die Mitarbeiterinnen der Diakoniestation nach ihren Hauptarbeitsbereichen befragt. Und da gab es eindeutige, zum Teil sehr bedenklich stimmende Antworten. Der Anteil der Demenzbetreuung nehme einen immer steigenden Anteil an der Pflege ein. Es sei schwierig, die Pflege möglichst lange zu Hause bei den Pflegebedürftigen stattfinden zu lassen. Der Kostendruck sei enorm hoch „Wir versuchen bei allem Kostendruck den Bedürfnissen der kranken Menschen nachzukommen im Rahmen der christlichen Nächstenliebe“, so Margret Brill.