Großer Ansturm auf den kostenlosen aha-Kompost

Schnell wurde der große Haufen kostenloser Kompost kleiner am Donnerstag vergangener Woche. Das „Schwarze Gold der Gärtnereien“ ging weg wie warme Semmeln auf dem Schützenplatz in Großburgwedel. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Angesichts der Attraktivität des Kompost nur „Rahmenprogramm“: Im Vordergrund Hannoversche Blumenerde, dahinter der Stand zum Bestimmen des pH Werts der eigenen Gartenerde. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Letzter Kompostmarkt dieses Jahres in der Region Hannover

GROSSBURGWEDEL (hhs). „Es darf wieder geschaufelt werden“, hatte aha, der Abfall-Entsorger für die Region eingeladen. Insider wissen genau, was dann pünktlich zu Beginn der Gartensaison seit ein paar Jahren immer im Frühjahr ansteht: aha kommt in die Städte und Gemeinden und bietet dann kostenlos Kompost aus eigener Produktion an. Diese Kompostmärkte ziehen die Gartenfreunde zu Hunderten an. Sie kommen mit dem Auto, Fahrrad zu Fuß mit Schiebkarre oder Rollwagen.
Aber aha bietet bei diesen Kompostmärkten noch mehr: Zusätzlich kann sich jeder Gartenbesitzer dort mit einer Probe seines Gartenbodens einfinden. Diese wird dann vor Ort auf ihren pH-Wert untersucht. Zusätzlich gibt es bei dieser Gelegenheit auch die hochwertige „Hannoversche Premium Blumenerde zum Vorzugspreis, damit sich die Blütenpracht in Garten, auf der Terrasse und dem Balkon richtig entfalten kann.
An einem Glücksrad konnten die Besucher aha-Kugelschreiber und Päckchen mit Sommerblumensaaten zu gewinnen. Und diese Saatpäckchen hatten es wirklich in sich: Kornrade, Tagetes, Kleine Sonnenblume,Ringelblume, Aster, Färberdistel, Kornblume, Mädchenauge, Schleierkraut, Bechermalve, Leimkraut und Zinnie. Gartenfreunde wissen: Diese Mischung sorgt für Farbe im Garten bis in den Herbst hinein.
Pressesprecherin Janine Drolinvaux erläuterte den Sinn der Aktion. „Wir wollen uns bei unseren Kunden, den Einwohnerinnen und Einwohnern der Region Hannover bedanken“, brachte sie es auf eine einfache Formel. „Unsere Mitbürger sind Meister im Müll-Trennen. Wenn sie nicht so akkurat den Müll trennen würden, dann könnten wir nicht so einen hochwertigen Kompost herstellen“, fuhr sie fort. Mit dieser Aktion wolle aha den Mitbürgern etwas zurück geben.
Aha betreibe drei Kompostieranlagen auf den Mülldeponien Lahe, Steinwedel und Kolenfeld. Auf diesen werde das Grundmaterial für den späteren Kompost, das Grüngutabfälle aus den Haushalten der Region Hannover, einem speziellen Kompostierprozess unterzogen. Unter Einfluss von Luftsauerstoff, Bakterien und Mikroorganismen wird organisches Material zu CO2 und Wasser abgebaut.
Einen Teil der bei diesem Abbau entstehenden Zwischenprodukte wird zu Humus umgewandelt. Dieser wird im Garten dann zur Bodenverbesserung eingesetzt. Dieser Kompost sei den Erzeugnissen aus der Hobbygärtnerei weit überlegen, so Janine Drolinvaux: „In dem Umwandlungsprozess entwickelt die Grüngutmasse Temperaturen bei 70°C. Dabei sterben auch alle Unkrautsämereien ab, der Kompost ist bei dieser hohen Temperatur hygienisch einwandfrei. Das schafft man mit dem kleinen Komposter im eigenen Garten niemals“.
Die Burgwedeler nutzen dieses Angebot in großer Zahl. Schon wenige Minuten nach Beginn der Aktion gab es auf dem Schützenplatz in Großburgwedel kaum noch Parkplätze. Der Berg mit dem Kompost wurde zusehends kleiner, dafür wuselten immer mehr Großburgwedeler auf und um den Komposthaufen herum, um Karren, Körbe, Eimer und Anhänger mit dem so genannten „Schwarzen Gold“ zu füllen.
340 Tonnen Kompost hatte aha an diesem Nachmittag dabei, viel mussten die Müllentsorger diesmal nicht wieder mit zur Deponie nehmen. Allen, die an diesem Nachmittag sich keinen Kompost abholen konnten, rät Janine Drolinvaux, zur Deponie nach Lahe zu fahren. Hier kann sich jeder bis zu einem Kubikmeter Kompost kostenlos abholen.